Einzelkritik: Zwei Einsen und fünf Zweien für die FC-Sieger

FC-Party vor dem Fanblock in Hoffenheim. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
FC-Party vor dem Fanblock in Hoffenheim. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Dritter Saisonsieg für den 1. FC Köln und zum zweiten Mal zu Null: Beim 1:0 (1:0) bei der TSG Hoffenheim überragt Marvin Schwäbe, doch die gesamte Mannschaft erkämpft sich den Sieg. Die Noten und Zeugnisse in der Einzelkritik.

Aus der PreZero Arena berichtet Sonja Gauer

Tor & Abwehr

Marvin Schwäbe

Der Mann des Spiels für den 1. FC Köln: Riesen-Parade gegen Damar (6.), überragend gegen Toure (23.), fantastisch gegen Asslani (45+2.) – und am Ende noch einmal bärenstark gegen Kramaric (90.). Eine Eins mit Sternchen für den Kapitän.
GEISSBLOG-Note: 1,0

Joel Schmied

Der Schweizer beweist dieser Tage, dass er unter Kwasniok aufblüht. Erneut mit einer starken Leistung, stabil in den Zweikämpfen, schnell auf den Beinen und mit sicherem Passspiel. Riesige Grätsche gegen Toure (51.). Zehn Minuten später vertrat er sich das rechte Bein und musste anschließend mehrfach behandelt werden.
GEISSBLOG-Note: 2,0

Timo Hübers

Wenn Hübers nicht ab und an zu optimistisch nach vorne verteidigen und dann hinten fehlen würde, wäre er am Freitagabend auf einem Niveau mit Schmied gewesen. Doch auch Hübers machte wenig falsch, war sicher am Ball und meldete Asllani und Lemperle fast vollständig ab.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Dominique Heintz

Überraschendes Comeback für Heintz, der in Hoffenheim sogar in der Startelf stand: Doch der Linksfuß zeigte mit seiner Ruhe, dass der FC auf ihn zählen kann. Wenige Fehler, dafür sauberes Pass- und Stellungsspiel. Spielte seine Erfahrung aus. Ging nach 70 Minuten vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Cenk Özkacar (ab 71.)

Kam für Heintz zu seinem zweiten FC-Einsatz und macht seine Sache in der Schlussphase gut. Keine überhasteten Aktionen, mehrfach eng am Mann und aufmerksam.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Mittelfeld

Sebastian Sebulonsen

Der Rechtsaußen hatte es wahrlich nicht leicht, schließlich ging es gegen Toure. Doch „SebSeb“ machte ein gutes Spiel, versuchte immer aufmerksam zu sein, hatte nicht immer seinen Rücken im Blick, machte das aber wett, indem er seinerseits offensiv immer wieder Akzente setzte.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Eric Martel

Das Kölner Laufwunder (lief wieder 13 Kilometer) räumte im Zentrum resolut auf, holte viele Bälle, machte in der Mitte fast alles dicht und gewann die meisten aller Kölner Zweikämpfe. Gewann den Zweikampf und Ball, der zu El Malas Kontertor führte. Warf sich in Toures Schuss und bekam den Ball an den Arm, Zwayer nahm den Elfmeter aber zurück (42.).
GEISSBLOG-Note: 2,0

Isak Johannesson

Der Isländer musste einmal mehr vor allem kämpfen, sodass seine spielerische Note etwas verloren ging. Ersteres machte er aber bärenstark, bestes Beispiel war der unterbundene Konter nach Lund-Fehler. Einen Freistoß setzte er zu hoch an, und auch sonst waren seine Standards nicht gefährlich genug. Doch gegen den Ball überzeugte er neben Martel.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Kristoffer Lund

Zuletzt nur auf der Bank, durfte Lund in Hoffenheim wieder beginnen. Der schnellste Kölner (35,11 km/h) begann mit einem katastrophalen Ballverlust, den Johannesson ausmerzte. Mit Licht und Schatten am Ball, dafür im Rückwärtsgang meist aufmerksam. Profitierte von Heintz‘ Erfahrung hinter sich.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Linton Maina (ab 71.)

Maina kam für El Mala und sollte mit seinem Tempo noch einmal für Entlastung sorgen. Hatte einige Momente, in denen er sich noch besser hätte im Eins-gegen-Eins durchsetzen können.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Tom Krauß (ab 84.)

Kam für Lund und brachte den Sieg mit über die Zeit.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Denis Huseinbasic (ab 84.)

Kam für Johannesson und kämpfte mit der Mannschaft bis zum Schlusspfiff.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Angriff

Jakub Kaminski

Kaminski hätte sich an diesem Tag in Hoffenheim ein Tor verdient. Der Angreifer hatte in der zweiten Hälfte drei Großchancen – erst setzte er nach einem langen Ball die Kugel mit dem Außenrist drüber (65.). Dann zwang er Baumann zweimal zu starken Paraden (68. und 88.). Dennoch einmal mehr ein extrem aufwändiger Arbeiter mit viel Sinn für seine Mannschaft.
GEISSBLOG-Note: 2,0

Jan Thielmann

Thielmann sollte, mal in der Sturmspitze, mal rechts, mit seinem Anlaufen für entnervte Hoffenheimer sorgen. Und dafür kassierte er Prügel. Wurde immer wieder hart gefoult, holte Freistöße heraus, verlor dabei aber viele Körner und musste selbst zur Pause für Ache raus.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Said El Mala

Das Startelf-Debüt für den U21-Nationalspieler – und was für eins! Ging schon vor seinem Tor ins Dribbling, doch das 1:0 war überragend. Legte sich drei Hoffenheimer zurecht und tunnelte dann Baumann! Auch danach ein Aktivposten. Versuchte es immer wieder. Seine letzte Chance war ein Schuss aus spitzem Winkel, den Baumann parierte (63.). Nach 70 Minuten vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 1,5

Ragnar Ache (46.)

Ache saß zunächst wieder auf der Bank, kam aber zur Pause für Thielmann und sollte vorne für mehr Präsenz sorgen. Hatte es schwer, weil er nur selten präzise angespielt wurde. Machte trotzdem mehrere Bälle gut fest und erwies sich als starker Wandspieler.
GEISSBLOG-Note: 3,5

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