Nach zwei Niederlagen hat sich der 1. FC Köln mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg bei der TSG Hoffenheim in die Länderspielpause verabschiedet. Entsprechend gelöst fielen hinterher die Stimmen aus.
Aus der PreZero-Arena berichtet Sonja Gauer
Marvin Schwäbe
„Der Fan-Support war unfassbar. Das ist nicht normal, das ist unfassbar geil. Said hat in den letzten Wochen schon für Furore gesorgt, wenn er reingekommen ist. Er macht es einfach gut, wenn er einen guten ersten Kontakt hat, den Kopf runter nimmt und dann Fahrt aufnimmt. Er muss einfach so weitermachen. Wenn wir gesehen haben, was wir heute verteidigt haben, aber auch ein großes Lob an die Mannschaft. Das ist das, was wir brauchen, um hier bestehen zu können. Es freut mich der Mannschaft helfen zu können. Die letzten Wochen waren nicht so einfach. Wenn die Mannschaft weiß, dass sie einen Rückhalt hinten hat, hilft das. Champions League? Ist doch super, da werden heute ein paar Screenshots von der Tabelle gemacht. Wir wissen aber, wo wir herkommen, dass wir hart arbeiten müssen, dass die letzten Wochen nicht immer super waren. Jetzt können wir uns in der Länderspielpause ausruhen, dann geht’s weiter.“
Dominique Heintz
„Unsere Fans sind der Wahnsinn, was für eine Kulisse! Das tut uns einfach gut und man hat gesehen, dass wir sie gebraucht haben. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich spielen würde. Der Trainer hat es mir nach dem Mittagessen gesagt und hat mich auch gefragt, ob ich überrascht wäre. Aber wenn man im Training Gas gibt und dran bleibt, auch wenn es mal schwer fällt, das habe ich schon in der letzten Saison gezeigt, dann kann ich auch wieder durchstarten. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Ich finde, ich habe ein sehr gutes Spiel gemacht dafür, dass ich zwei Monate gar nicht gespielt habe. Es nicht immer einfach für mich, aber mit meiner Qualität und Erfahrung konnte ich das heute wegmachen. Ich genieße es sehr in meinem Alter noch mal Bundesliga spielen zu dürfen. Jeder weiß, wie sehr ich den Verein liebe. Wir sind alle clever genug, die Euphorie sollten wir mitnehmen, wir dürfen es genießen, aber nicht ausruhen. Wir haben noch viele Themen, bei denen wir Potenzial haben. Wir werden weiter Gas geben.“
Joel Schmied
„Das war der bislang größte Sieg in der Meisterschaft. Unglaublich! Es war ein Riesen-Fight, auch nach zwei Niederlagen. Das gehört zwar dazu, aber man war schon etwas unter Druck, weil man unter keinen Umständen in eine Negativ-Spirale reinfallen. Wir haben bewiesen, dass wir eine unglaubliche Moral auf den Platz bringen können. Alleine dafür haben wir es heute schon verdient. Wahnsinn war, was die Fans heute gemacht haben. Ich habe nur unsere Fans gehört. Auch deshalb konnten wir noch mal Extra-Meter machen oder eine Grätsche auspacken. Dieser Sieg geht defintiv an die Fans. Ich hatte im Spiel Krämpfe, aber dann ging es plötzlich wieder und die Beine waren wieder frisch vor den Fans. Das war wirklich geil. Genau das macht den FC aus. Jeder war nach dem Spiel extrem erleichtert und euphorisch. Für ein so junges Team ist es extrem wichtig, dass wir regelmäßig die Punkte einfahren.“
Ex-FC-Spieler Tim Lemperle
„Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gemacht. Wir hatten Probleme uns Chancen herauszuspielen. Und wenn wir welche hatten, haben wir sie nicht genutzt. Wir hatten Probleme die zweiten Bälle zu gewinnen. Die Kölner haben es gut verteidigt, ich hatte im Sechzehner immer Timo und Heintzi bei mir. Marvin ist ein super Keeper und ein super Typ. Er hält die Bälle super. Ich habe mich die ganze Woche schon brutal gefreut. Wir hatten eine schöne letzte Saison. Schade, dass wir nicht gewinnen konnten, das war mein großes Ziel heute.“
Lukas Kwasniok
„Wir sind natürlich happy, dass wir als glücklicher Sieger vom Platz gehen konnten. Wir haben gewusst, dass uns die Hoffenheimer alles abverlangen werden, was die Laufleistung und die Intensität angeht. Wir konnten im Umfang dagegen halten, hatten im Laufe der zweiten Halbzeit aber Probleme, mitzugehen. Willkommen in der Bundesliga! Das 1:0 war für uns natürlich der Türöffner. Marvin Schwäbe hat uns in ein, zwei Situationen auch die Null gerettet. Wir mussten Jan Thielmann verletzungsbedingt vom Platz nehmen und haben mit Ragnar einen Zielspieler gebracht. Dadurch haben wir uns zu sehr auf den langen Ball verlassen, die Entlastung wurde damit weniger. Rund um die 70. Minute haben wir aber wieder mehr Zugriff bekommen. Den größten Safe hatte Baumann, als er den Schuss von Kaminski gehalten hat. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. Der Sieg war etwas glücklich. Gut, dass wir gegen Stuttgart verloren und gegen Hoffenheim gewonnen haben. Das ist besser als zwei Unentschieden.“
Christian Ilzer
„In der Vorbereitung war uns klar, dass wir uns im Kopf auf ein sehr schwieriges Spiel einstellen mussten. Die externe Erwartungshaltung war natürlich größer als gegen Bayern und Frankfurt. Es war ein extrem aggressiver Gegner, der mit Ball Lösungen gehabt hat. Sie haben uns in allen Bereichen richtig gefordert. In den Duellen waren sie immer einen Schritt schneller als wir. Am Ende muss man sagen, dass das Ergebnis nicht zu unserer Offensivleistung passt. Wir hatten Chancen, das Spiel auszugleichen. Köln hat alles wegverteidigt, Kontersituationen kreiert und das Momentum genutzt. Deswegen haben sie verdient gewonnen. Mir wäre es lieber gewesen, sie hätten das Glück gegen Stuttgart gepachtet.“







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