Fünf Millionen pro Saison: Der FC hat wieder mehr Geld für Transfers

Thomas Kessler und Philipp Türoff. (Foto: IMAGO / Treese)
Thomas Kessler und Philipp Türoff. (Foto: IMAGO / Treese)

Dem 1. FC Köln stehen ab der Saison 2026/27 wieder mehr Millionen Euro zur Verfügung. Diese könnten direkt in den Kader fließen, um in der Bundesliga weiter aufzuholen.

Der 1. FC Köln kämpft um die langfristige Konkurrenzfähigkeit in der Bundesliga. Seit Jahren heißt das Mantra: Die Geißböcke müssen sich endlich wieder selbst finanzieren können, ohne Sondereffekte, ohne Sondereinnahmen. Ab der Saison 2026/27 könnte dies noch einfacher werden – und direkt der sportlichen Abteilung zugute kommen.

Denn der FC steht kurz davor, die Landesbürgschaft vollständig abzubezahlen, die dem Club während der Corona-Pandemie das finanzielle Überleben gesichert hatte. 20 Millionen Euro hatten die Geißböcke erhalten, welche jedoch sehr kurzfristig wieder abgestottert werden mussten. Und zwar mit fünf Millionen Euro pro Saison.

FC baut Schulden weiter ab

Nach GEISSBLOG-Informationen zahlt der FC nur noch in der Saison 2025/26 diese fünf Mio. Euro an den Staat zurück. In der Saison 2026/27 steht nur noch ein kleiner Restbetrag in den Büchern, der jedoch im Vergleich zu der großen Keule von fünf Mio. Euro nicht mehr ins Gewicht fällt. Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff kann also ab der Saison 2026/27 wieder mit einem Corona-bereinigten Budget kalkulieren.

Bereits auf der Mitgliederversammlung Ende September konnte Türoff verkünden, dass die letzte Fan-Anleihe nun vollständig abgelöst wurde und nicht mehr bedient werden muss. Die rund 32 Mio. Euro Verbindlichkeiten, die noch immer auf dem FC lasten, werden sich nach dieser Saison erneut deutlich reduzieren. Dann sollen der Betrag, je nach Jahresabschluss, womöglich sogar unter 25 Mio. Euro fallen.

Zweistelliges Millionen-Budget für neue Spieler?

Wichtig dabei: Das Eigenkapital wird erneut steigen und auf weit über 30 Mio. Euro anwachsen. Zur Erinnerung: Das größte Eigenkapital, das der FC jemals in seiner Vereinsgeschichte aufweisen konnte, lag bei rund 38 Mio. Euro, nachdem die Geißböcke Anthony Modeste nach China verkauft hatten. Der FC nähert sich also in schnellen Schritten einem Rekord-Eigenkapital an – mit immer weiter sinkendem Schuldenstand.

So dürfen die FC-Fans hoffen, dass der Club auch im Sommer 2026/27 wieder ordentlich in die Mannschaft investiert, um auf Bundesliga-Niveau konkurrenzfähig zu sein. Die Geißböcke konnten mit zehn Punkten aus sechs Spielen bereits in Vorleistung gehen, um dem Saisonziel Klassenerhalt näher zu kommen. Sollte dies gelingen, stünde im Sommer 2026 erneut ein zweistelliger Millionenbetrag zur Verfügung, um den Kader weiter zu verstärken. Auch, weil dann die Landesbürgschaft nahezu vollständig zurückgezahlt wurde und das Geld wieder für den Sport eingesetzt werden kann.

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