Ragnar Ache hat gegen den VfB Stuttgart zum ersten Mal in der Startelf des 1. FC Köln gestanden. Trainer Lukas Kwasniok will bei dem Stürmer aber weiterhin Vorsicht hinsichtlich der Intensitäten walten lassen.
Ragnar Ache hat in dieser Saison noch kein Spiel beim 1. FC Köln verpasst. Der Angreifer wurde in jeder Partie mindestens eingewechselt – und kam bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag erstmals auch von Beginn an zum Einsatz. Trotzdem wirkt der 27-Jährige noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, wobei dies wohl „zu viel hineininterpretiert“ sei, wie Trainer Lukas Kwasniok am Mittwoch erklärte.
Der Sommer-Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern hat seit seinem Wechsel praktisch keine Trainingseinheit verpasst. In der Vergangenheit hatte der bullige Stoßstürmer jedoch mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen gehabt. Auch, weil er durch seine Physis muskulär immer wieder an Grenzen gestoßen war. „Wir haben eine Sorgfaltspflicht dem Spieler gegenüber, dass wir ihn dauerhaft einsetzen können“, sagte Kwasniok.
Ache-Vergangenheit lässt FC Vorsicht walten
Nach seinen knapp 63 Minuten gegen Stuttgart habe Ache auch vor dem Spiel am Freitagabend in Hoffenheim alle Trainingsinhalte ohne Probleme absolvieren können. „Trotzdem ist es ein Unterschied, ob du ihn 30 Minuten reinwirfst, 60 Minuten oder eines Tages auch 90 Minuten. Wir müssen damit sehr sensibel umgehen aufgrund dessen, was in der Vergangenheit war“, merkte der FC-Coach an.
In der abgelaufenen Saison verpasste Ache für den FCK 40 Tage aufgrund von Blessuren, in der Saison zuvor waren es sogar 83 und damit elf Spieltage. Insbesondere der Oberschenkel und die Wade machen dem gebürtigen Frankfurter immer mal wieder zu schaffen. „Theoretisch steht er uns 90 Minuten zur Verfügung, aber ich will nicht riskieren, dass er sich in der 84. Minute einen Faserriss holt, weil er das länger nicht mehr 90 Minuten gespielt hat, weil die Trainingsarbeit im Vordergrund stand“, meinte Kwasniok.
Nicht mal ein Drittel über die volle Distanz
Die Vorsicht seines Trainers dürfte für Ache dabei nicht neu sein. In 61 Spielen für den 1. FC Kaiserslautern absolvierte Ache nur 19 Partien über die volle Distanz. Ob der FC-Stürmer am Freitagabend in Hoffenheim erneut von Beginn an auflaufen wird, ist noch unklar. Zumindest fällt Marius Bülter, der an den ersten Spieltagen stets den Vorzug erhalten hatten, wie schon gegen den VfB aus. „Es ist keine Gefahr, dass er nicht einsatzfähig wäre“, sagte Kwasniok hinsichtlich Ache. Spielzeit wird der Angreifer also am Freitag in jedem Fall erhalten – wenn auch sicherlich keine 90 Minuten.








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