Der Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln ist so groß wie schon lange nicht mehr. Am Donnerstagabend haben die Spieler aus der zweiten Reihe beim Stadtturnier gegen Viktoria und Fortuna Köln die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen.
Luca Waldschmidt hat es vorgemacht. Vor der Länderspielpause im September war der Offensivakteur des 1. FC Köln an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen nur 16 Minuten zum Einsatz gekommen. Dann aber nutzte er das Testspiel gegen Schwarz-Weiß Essen (9:1), um sich mit einem Fünferpack wieder in die erste Mannschaft zu befördern. Es folgten zwei Startelf-Auftritte, inklusive des Treffers in Wolfsburg.
Wenn der FC nun am Donnerstagabend beim Cologne Cup im Südstadion antritt, lautet die Frage: Wer sammelt diesmal Pluspunkte? Bei der zweiten Auflage des Benefizturniers, dessen Einnahmen der Kinder- und Jugendarbeit von Amateurvereinen in sozialen Brennpunkten zugutekommen, warten zwei 45-minütige Partien gegen Drittligist Viktoria und Viertligist Fortuna Köln.
Kwasniok erinnert an Essen
„Kinder und Amateurfußball sind die Basis des Fußballs. Da gibt es gar kein Wenn und Aber, der soziale Aspekt ist ganz wichtig“, blickt Lukas Kwasniok auf das Turnier voraus und ergänzt: „Der sportliche Aspekt ist vor allem für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind.“
Auch der FC-Trainer erinnert sich noch gut an Waldschmidts Fünferpack Anfang September und zieht diesen als positives Beispiel heran: „Das Spiel in Essen hat schon gezeigt, dass man mit einer gewissen Performance durchaus wieder auf sich aufmerksam machen kann.“ Kwasniok lädt seine zweite Reihe ein, sich wieder in die erste Elf zu katapultieren.
Wer sammelt diesmal Pluspunkte?
„Es liegt auf der Hand“, erklärt der 44-Jährige: „Die, die weniger gespielt haben, werden jetzt mehr spielen.“ Das trifft vor allem auf Jusuf Gazibegovic zu, der nach seiner Einwechslung gegen Freiburg am zweiten Spieltag viermal in Folge nicht im Kader stand.
Doch auch Spieler wie Alessio Castro-Montes, Florian Kainz, Cenk Özkacar, Denis Huseinbasic und Linton Maina würden künftig wohl gerne mehr Bundesliga-Minuten sammeln als in den ersten beiden Blöcken der Saison und können sich am Donnerstag bei Kwasniok in Stellung bringen.
Kwasniok will bei Spielzeit „Vernunft an den Tag legen“
„Ob einer 90 Minuten spielen wird, habe ich noch nicht entschieden“, lässt der FC-Trainer offen, wie genau er personell plant, und gibt zu bedenken: „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Jungs auch drei relativ anstrengende Trainingstage in den Beinen haben. Es bringt nichts, jemanden 90 Minuten durchzujagen und dann verletzt er sich in der 86. Minute. Da gilt es, eine gewisse Vernunft an den Tag zu legen.“ Fakt ist: Kwasniok wird in jeder Minute genau hinschauen, welche Akteure aus der zweiten Reihe diesmal aufzeigen.
Der GEISSBLOG tickert die Spiele des 1. FC Köln beim Cologne Cup gegen Viktoria Köln (19 Uhr) und Fortuna Köln (20 Uhr) am Donnerstagabend live aus dem Südstadion.








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