Noch ist Alessio Castro-Montes beim 1. FC Köln keine Verstärkung. Doch Lukas Kwasniok hält große Stücke auf den 28-Jährigen. Besonders das erste Training ist dem FC-Coach noch in eindrucksvoller Erinnerung.
Er war der Überraschungstransfer beim 1. FC Köln am Ende der Transferperiode: Alessio Castro-Montes kam am Deadline Day zum FC und übernahm den Kaderplatz, der eigentlich für Raphael Obermair vorgesehen war. Dieser jedoch hatte den SC Paderborn nicht verlassen dürfen. Doch noch braucht Castro-Montes beim FC Zeit.
Der 28-Jährige war in seinem ersten Spiel für den FC in Wolfsburg gleich eingewechselt worden. Doch Lukas Kwasniok blickt reumütig auf diesen Einsatz seines Schützlings zurück. Am Mittwoch sprach der 44-Jährige offen darüber, mit dieser Einwechslung eine gute halbe Stunde vor Spielende einen Fehler gemacht zu haben. Dabei habe er sich von den Qualitäten des Belgiers verführen lassen.
Kwasniok gibt sich die Schuld
„Monti gibt es sehr viel. Er ist ein inverser Spieler auf beiden Seiten“, erklärte Kwasniok, warum der Neuzugang im Kader den Vorzug vor Jusuf Gazibegovic erhält, der nur rechts spielen kann, Castro-Montes hingegen rechts und links. „Aber ich habe einen Fehler gemacht, als ich ihn direkt in Wolfsburg reingeworfen habe“, gestand Kwasniok. „Da habe ich ihn in der Gesamtkonstellation einen Tick überfrachtet.“
Dies erklärte der FC-Trainer so: „Ich war nach dem letzten Transfertag sofort Feuer und Flamme. Er hatte aber erst zwei Trainingseinheiten mit dem gesamten Kader, hat die Namen teilweise nicht gewusst. Er hat seine Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt, aber er war hier noch gar nicht richtig angekommen. Ich habe etwas von ihm gefordert, dass er gar nicht hätte bringen können. Da muss ich sagen: Tut mir leid, Monti, den Schuh muss ich mir anziehen.“
Wir dachten, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet. Das war Wahnsinn
Lukas Kwasniok über Alessio Castro-Montes
Offene Worte des FC-Coaches, der eigentlich große Stücke auf den 28-Jährigen hält. Vor allem, weil dieser offenbar mit einem nahezu perfekten ersten Training am 2. September auf sich aufmerksam gemacht hatte. „Er gibt es uns ganz viel, hat einen enormen Spielwitz. Der kam, machte sein erstes Training in der Länderspielpause, und wir dachten, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet. Das war Wahnsinn“, sagte Kwasniok lachend.
Inzwischen ist Castro-Montes zwar nicht mehr auf Weltstar-Niveau beim FC unterwegs, jedoch „macht er es im Training immer besser“ und werde aufgrund seiner Variabilität und technischen Qualitäten am Ball dem FC noch „sehr helfen“, wie Kwasniok hofft. Am Freitag in Hoffenheim dürfte der flexibel einsetzbare Rechtsfuß erneut im Kader, wenngleich nicht in der Startelf stehen. Und bald wohl auch wieder zu Spielzeit kommen.








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