Der 1. FC Köln steckt unter Schock: Timo Hübers hat sich schwer am rechten Knie verletzt. Dem Innenverteidiger droht das Saison-Aus. Die Mitspieler konnten in Dortmund kaum hinschauen.
Aus dem Signal Iduna Park berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge
„Er hat geweint, er hat Schmerzen – es geht ihm einfach miserabel.“ Mit diesen Worten schilderte Lukas Kwasniok nach dem 0:1 des 1. FC Köln bei Borussia Dortmund den Zustand von Timo Hübers. Der Innenverteidiger hatte sich in der Schlussphase der Partie in einem Zweikampf mit Sehrou Guirassy eine schwere Knieverletzung zugezogen.
Die erste Vermutung war ein erneuter Kreuzbandriss, es wäre Hübers‘ zweiter im rechten Knie und der dritte in seiner Karriere. Doch auch eine Fraktur der Kniescheibe wurde in den Katakomben spekuliert. Hübers wurde um kurz nach 21 Uhr in einem Krankenwagen aus dem Signal Iduna Park gefahren und nach Köln gebracht. Dort sollte er die Nacht in der MediaPark-Klinik verbringen und am Sonntag näher untersucht werden.
Martel konnte nicht hinschauen
„Wir gehen von einer schweren Knieverletzung aus und dass er uns lange fehlen wird“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler nach der Partie. „Wir werden Timo jetzt mit nach Köln nehmen. Dann werden sich die Ärzte das genau anschauen.“ Auch Kwasniok kündigte bereits an: „Es wird keine sechswöchige Verletzung sein, sondern er wird für uns Monate ausfallen.“
Hübers‘ Mitspieler zeigten sich nach dem Spiel geschockt, auch weil die Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang kaum noch vorhanden war. „Es hat ziemlich übel ausgeschaut. Man hat etwas gesehen, deswegen habe ich mich umgedreht und nicht mehr hingeschaut“, deutete Eric Martel nach Abpfiff bereits eine Verletzung ein Hübers‘ Kniescheibe an. Kapitän Marvin Schwäbe ergänzte: „Das ist extrem bitter. Einen Mitspieler so zu sehen – da fehlen mir die Worte.“
Darum droht das Saison-Aus
Doppelt bitter aus Kölner Sicht: Da Kwasniok schon fünfmal gewechselt hatte, musste der FC die Schlussphase zu zehnt bestreiten – und mitansehen, wie Maximilian Beier spät in der Nachspielzeit noch das Siegtor für den BVB erzielte. „Es gibt Tage im Leben, die würde man gerne streichen. Dieser gehört dazu“, sagte Kwasniok geknickt. „Wenn du so eine doppelte Niederlage mit nach Hause nehmen musst, tut das weh.“
Sollte sich am Sonntag die Schwere der Verletzung bestätigen, droht Hübers das Saison-Aus. Die Bundesliga spielt noch etwas weniger als sieben Monate bis Mitte Mai 2026. Bei einem Kreuzbandriss könnte Hübers wohl frühestens im April darauf hoffen, wieder schrittweise ins Mannschaftstraining integriert zu werden. Bei anderen Verletzungen käme es auf das Ausmaß der Schädigung im Knie an. In jedem Fall wusste man beim FC schon am Samstagabend in Dortmund: Der 29-Jährige wird den Geißböcken lange fehlen.







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!