Nach dem Hübers-Schock: Droht dem FC noch ein weiterer Abwehr-Ausfall?

Cenk Özkacar musste gegen den BVB angeschlagen ausgewechselt werden. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Cenk Özkacar musste gegen den BVB angeschlagen ausgewechselt werden. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Die schwere Verletzung von Timo Hübers hat beim 1. FC Köln das Spiel bei Borussia Dortmund überschattet. Zuvor hatte jedoch mit Cenk Özkacar auch noch ein weiterer Innenverteidiger angeschlagen ausgewechselt werden müssen. So ist der Stand.

Timo Hübers gehört beim 1. FC Köln unter Lukas Kwasniok zu den absoluten Leistungsträgern. Der Innenverteidiger hatte im bisherigen Saisonverlauf erst eine Halbzeit verpasst, als er gegen den SC Freiburg krankheitsbedingt in der Kabine hatte bleiben müssen. Nun werden die Kölner aller Voraussicht nach mehrere Monate auf ihren letztjährigen Kapitän verzichten müssen. Dabei fällt mit Rav van den Berg bereits ein anderer Innenverteidiger seit einigen Wochen mit einer Schulterverletzung aus und dürfte nicht vor der Länderspielpause zurückkehren.

Auf das Spiel in Dortmund bezogen war die schwere Knieverletzung von Hübers in der 82. Minute umso bitterer, als dass zuvor bereits Cenk Özkacar angeschlagen hatte ausgewechselt werden müssen. Nach 55 Minuten blieb der Abwehrspieler im eigenen Strafraum liegen und musste behandelt werden. Dominique Heintz machte sich direkt bereit und wurde in der Folge für den Bundesliga-Startelf-Debütanten eingewechselt.

Kwasniok erklärt Cenk-Auswechslung

Sichtlich angeschlagen ging Özkacar an der Seitenlinie entlang bis zur Ersatzbank. An einen längeren Ausfall glaubt Lukas Kwasniok aber nicht. „Er hat länger nicht gespielt“, gab der Trainer zu bedenken und brachte es auf den Punkt: „Er hatte einen Ganzkörperkrampf. Deswegen mussten wir handeln. Es war kein geplanter Wechsel.“ Entsprechend hatte dem FC dadurch in der Schlussphase nach der Hübers-Verletzung genau diese Wechsel-Option gefehlt.

Tatsächlich war es in der Bundesliga der erste Einsatz von Beginn an für die Leihgabe aus Valencia. Zuletzt war Özkacar in der Schlussphase bei der TSG Hoffenheim eingewechselt worden. Zuvor hatte der 25-Jährige am ersten Spieltag gegen Mainz 05 seinen bis dato einzigen Einsatz für den FC in der Liga.

So hat Kessler die Leistung gesehen

Bis zu seiner Auswechslung hatte der ehemalige türkische Nationalspieler jedoch eine stabile Partie gemacht. 92 Prozent seiner Pässe brachte Özkacar an den Mitspieler und blieb in vielen Situationen gegen den schnellen und quirligen Karim Adeyemi ruhig. „Cenk hat es stabil gemacht“, lobte auch Thomas Kessler nach dem Spiel. Der Sportchef erkannte dabei an, dass es „für ihn keine einfache Situation“ gewesen sei. „Er hatte mit Adeyemi einen schweren Gegenspieler, hat aber sehr selbstbewusst gewirkt“, meinte Kessler.

Nach dem Schock um Timo Hübers ist es für den FC umso wichtiger zu wissen, dass mit Özkacar ein weiterer Innenverteidiger gegen Gegner wie den BVB stabil verteidigen kann. Für den Sommer-Neuzugang gilt es nun, schnell zu regenerieren. Denn schon am Mittwoch wartet mit dem FC Bayern München im DFB-Pokal die nächste schwere Aufgabe. Durch den Ausfall von Hübers wird Özkacar wohl erneut gefordert werden.

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