Warum Kwasniok vor Kimmich „den Hut zieht“ – und nicht tauschen möchte

Lukas Kwasniok im Training. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok im Training. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln will die zweite Länderspielpause der Bundesliga-Saison nutzen. Lukas Kwasniok freut sich über die Unterbrechung und setzt auf neue Kraft für seine Spieler.

Die erste Länderspielpause der Bundesliga-Saison konnte der 1. FC Köln nicht so nutzen, wie sich Lukas Kwasniok dies gewünscht hätte. Der Cheftrainer der Geißböcke hätte eigentlich Rav van den Berg (hatte bis dato noch kein Spiel für den FC absolviert) integrieren wollen, doch der Niederländer musste zur U21-Nationalmannschaft.

Einen Monat später ist der Innenverteidiger verletzt, und so kann Kwasniok – zusammen mit Isak Johannesson, Said El Mala und Jakub Kaminski – erneut wichtige Spieler nicht im Trainingsprozess einbinden. Dennoch sagt der 44-Jährige: „Ich bin ein totaler Freund von den Länderspielpausen. Vor allem, wenn alle Nationalspieler bei uns wären. Das ist leider nicht der Fall, das haben wir ja auch schon in der ersten Pause gemerkt.“

Darum mag Kwasniok die Länderspielpausen

Kwasniok teilt auch diese Länderspielpause in zwei Bereiche: Zunächst setzte der FC-Coach auf die Arbeit auf dem Platz, am Donnerstagabend stellt das Test-Turnier im Südstadion den Abschluss dar. Anschließend entlässt er seine Mannschaft in ein freies Wochenende, um Kraft zu tanken für den nächsten Bundesliga-Block mit den Spielen gegen Augsburg, Dortmund, HSV und Gladbach plus dem Pokal-Kracher gegen den FC Bayern.

„Im ersten Teil der Länderspielpause, meist mit einem Testspiel, kannst du intensiv an Themen arbeiten“, sagte Kwasniok. „Du kannst dich dann aber auch einfach mal ein paar Tage aus den Augen verlieren, wenn die Jungs individuell Läufe absolvieren, um dann wieder motiviert zusammenzukommen. Deswegen bin ich ein totaler Freund der Pausen.“

Respekt für Kimmichs 60 Pflichtspiele

Ehe es am Montag der kommenden Woche wieder weitergeht, bekommen seine Spieler drei Tage Pause. „Das ist für den Kopf immens wichtig“, sagte Kwasniok. „Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das wäre, Vereins- und Nationaltrainer zu sein – das gab’s ja mal früher.“ Heute sei der „psychische Druck“ ganz anders. „Jetzt mal drei, vier Tage runterfahren zu können, ist echt toll.“

Und dann schickte er noch einen Gruß nach München und zu allen Nationalspielern. „Umso mehr ziehe ich den Hut vor den Kimmichs dieser Welt, die alle drei Tage für den Verein und die Nationalmannschaft solch ein Pensum absolvieren und 90 Minuten auf dem Feld stehen.“ Joshua Kimmich hatte in der Saison 2024/25 nach der EM 2024 und der Club-WM 2025 insgesamt 60 Pflichtspiele für den FC Bayern sowie den DFB absolviert. Davon ist man beim FC freilich ein ganzes Stück entfernt und will die Kraft für die nächste Bundesliga-Phase nutzen.

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