Said El Mala könnte der nächste deutsche A-Nationalspieler des 1. FC Köln werden. Auf den Tag genau elf Jahre nach dem Debüt von Jonas Hector wartet auf den Offensivspieler seine große Chance.
Am 14. November 2014 debütierte Jonas Hector im Trikot des DFB. Beim 4:0-Erfolg in der EM-Qualifikation über Gibraltar feierte der Linksverteidiger seinen Einstand beim damaligen Weltmeister. Für den gebürtigen Saarländer folgten 42 weitere Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft, darunter die EM 2016, bei der Hector den DFB mit dem entscheidenden Elfmeter gegen Italien ins Halbfinale schoss.
Zudem gewann Hector 2017 mit Deutschland den Confed-Cup und nahm ein Jahr später in Russland an der WM teil. Dort scheiterte der DFB jedoch in der Gruppenphase. Am 19. November 2019 bestritt Hector schließlich beim 6:1-Sieg über Nordirland sein letztes Spiel im DFB-Dress. Eine von Hansi Flick angedachte Rückkehr zur WM 2022 in Katar lehnte er ab, nachdem er zwei Jahre zuvor aus persönlichen Gründen aus der Nationalelf zurückgetreten war.
FC-Spieler erstmals nach sechs Jahren beim DFB
Bis heute ist der inzwischen 35-Jährige der letzte deutsche Nationalspieler des 1. FC Köln. Das könnte sich jedoch am Freitagabend ändern, wenn der DFB in der WM-Quali auf Luxemburg trifft. Denn mit Said El Mala ist erstmals seit 2019 wieder ein FC-Spieler von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Nationalmannschaft eingeladen worden.
Ob El Mala gegen Luxemburg und im folgenden Spiel gegen die Slowakei zum Einsatz kommen wird, ist freilich noch offen. Dennoch könnte der FC am heutigen 14. November 2025 – und damit auf den Tag genau elf Jahre nach Hectors Debüt – erneut einen deutschen Nationalspieler bekommen.
Nagelsmann: El Mala macht „guten Eindruck“
In der Startelf werde man ihn zwar nicht sehen, erklärte Nagelsmann nach den ersten Trainingseinheiten, doch El Mala mache „einen guten Eindruck“. Und „vielleicht kriegen beide ihre Chance, da müssen wir den Spielverlauf abwarten“, so der Bundestrainer über das Kölner Ausnahmetalent und den nachnominierten Leipziger Assan Ouedraogo, den zweiten DFB-Neuling.
Irgendwie ganz goldig von ihm.
Julian Nagelsmann über El Mala
Nagelsmann konnte zudem mit einer „ganz netten Anekdote“ aufwarten: „Als Assan angekommen ist, hat Said ihn unten im Hotel in Empfang genommen, hat ihm alles gezeigt. Er hat gesagt: ‚Hier ist erst mal die Wäsche, hier ist das Orga-Büro, hier ist der Aufzug zum Essensraum und da gibt es einen Besprechungsraum.‘ Also irgendwie ganz goldig von ihm.“ Genau solche Interaktionen wolle der Bundestrainer beobachten, um einschätzen zu können, wer für die WM in die Truppe passt.
El Mala sammelt also nicht nur auf dem Platz Pluspunkte. Die Tür zur Weltmeisterschaft im kommenden Sommer hatte Nagelsmann dem Youngster schon nach seiner Nominierung geöffnet (der GEISSBLOG berichtete). Zunächst muss der Angreifer seine Chance jedoch mit Leistung rechtfertigen – und das im Idealfall bei seinem Debüt für die deutsche Nationalmannschaft elf Jahre nach Jonas Hector.








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