Die U19 des 1. FC Köln will am Mittwochabend den Einzug in die nächste Runde der Youth League perfekt machen. Gegen den luxemburgischen Meister Racing FC Union ist die Ausgangslage gut. Trainer Stefan Ruthenbeck hat einen klaren Auftrag an seine Spieler.
Mit 3:0 haben sich die A-Junioren des 1. FC Köln vor knapp zwei Wochen auswärts bei Racing Union Luxemburg eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel am Mittwochabend in Köln erspielt. Der Einzug in die Dritte Runde der Youth League ist für die FC-Talente zum Greifen nah. Dennoch versucht Stefan Ruthenbeck den Fokus einzig und alleine auf die 90 Minuten im Franz-Kremer-Stadion zu lenken.
„Wir wissen, dass wir hier keinen zu unterschätzen haben und dass das kommende Spiel noch gespielt werden muss, um in der nächsten Runde mit dabei zu sein“, sagte der Trainer zwei Tage vor der Partie. Gegen einen extrem tief verteidigenden Gegner tat sich der FC im Hinspiel lange Zeit schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Erst, als bei den Luxemburgern hintenraus die Kräfte schwanden, wurde es für den Kölner Nachwuchs leichter.
Noch kein Blick in Richtung Dänemark
Speziell die Effizienz vor dem gegnerischen Tor ist es auch, was sich wie ein Roter Faden durch die bisherige U19-Saison zieht. „Manche Spiele könnten noch viel klarer ausgehen. Aber es ist nicht so einfach, dass wir einfach nur sagen könnten: ‚Ihr müsst die Dinger reinmachen!'“, meinte Ruthenbeck. Vielmehr müsse seine Mannschaft fokussiert und konsequent auftreten, das richtige Maß an Präzision und Durchschlagskraft finden. „Wir wollen mit Mut in die Box reinkommen, müssen dafür aber auch eine gute Boxbesetzung haben. Wir müssen die Box fluten, damit wir viele Beine da haben und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass irgendeiner das Ding weg macht.“
Sollte das gelingen, würde in der dritten Runde aller Voraussicht nach der Nachwuchs des FC Midtjylland warten. Doch Ruthenbeck mahnt davor, den Blick bereits in Richtung Dänemark zu richten. „Ich habe schon viel erlebt im Fußball. Da gibt es eine Rote Karte oder auch eine zweite Rote Karte und auf einmal geht das Spiel in die völlig verkehrte Richtung“, sagte der Trainer. Wie schnell so etwas gehen kann, haben am Sonntag bereits die Profis gezeigt. Wenngleich der FC gegen den Hamburger SV die Mannschaft war, die am Ende in doppelter Überzahl spielen konnte.
Leo Isufi fällt aus
Am Mittwochabend erneut nicht mit dabei sein wird Hamed Cherif. Der Innenverteidiger fällt schon die gesamte Saison mit einer langwierigen Verletzung aus. Zudem fehlt auch Leo Isufi, der sich im Topspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 ohne Gegnereinwirkung eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat. Zudem muss Ruthenbeck auf die WM-Fahrer Benjamin Ley, Maik Akumu und Leonard Reiners verzichten.
Dafür nimmt der Trainer auch wieder Spieler mit, die altersmäßig bereits für die U21 auflaufen. Fayssal Harchaoui, Nick Zimmermann und San-Luca Spitali waren im Hinspiel mit dabei und dürften auch im Rückspiel auf dem Platz stehen. Damit will das Trainerteam nicht nur jene Spieler belohnen, die im Mai 2025 auch die Meisterschaft geholt hatten, sondern gleichzeitig die Belastung steuern.
DFB-Pokal genauso wichtig
Schließlich spielt die U19 nur drei Tage später das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen die Stuttgarter Kickers. „Ich muss als Trainer auch ein Auge darauf haben, dass die Belastung für den ein oder anderen nicht zu hoch wird. Es wird nicht jeder alles spielen könnte. Wir nehmen den DFB-Pokal genauso ernst wie die Youth League und werden in beiden Spielen immer die bestmögliche Elf stehen.“, erklärte Ruthenbeck – damit der FC am Wochenende nach dem Weiterkommen in der Youth League auch das Viertelfinale im Pokal buchen kann.







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