Seit der schweren Knieverletzung von Timo Hübers ist Eric Martel beim 1. FC Köln einmal mehr als Innenverteidiger gefordert. Der 23-Jährige nimmt die Rolle an, macht aber keinen Hehl daraus, dass das nicht seine Wunschposition ist.
Zu Saisonbeginn war der 1. FC Köln trotz Dreierkette in der Innenverteidigung auf jeder Position doppelt besetzt. Mit den Verpflichtungen von Cenk Özkacar und Rav van den Berg, sowie der geplanten Rückkehr von Luca Kilian, hatten die Kölner sechs Innenverteidiger für drei Positionen zur Verfügung.
Dann verletzte sich jedoch zunächst Kilian erneut am Kreuzband, gefolgt von der schweren Schulterverletzung von van den Berg. Und letztlich sorgte Timo Hübers durch seine Knieverletzung gegen Borussia Dortmund für die endgültige Halbierung des Personals in der zentralen Abwehrreihe.
Martel kennt Rolle in der Abwehr
Entsprechend muss Eric Martel seit vier Spielen erneut in der Innenverteidigung aushelfen. Für den gebürtigen Straubinger nichts Neues: Schon in der vergangenen Zweitliga-Saison war Martel fast in einem Drittel der Spiele als zentraler Abwehrspieler zum Einsatz gekommen. Dennoch macht der 23-Jährige auch keinen Hehl daraus, dass er lieber auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld spielen würde.
„Es ist immer wieder ein Puzzle, das habe ich aber auch von Beginn an gesagt“, sagte Lukas Kwasniok am Donnerstag. Der Trainer gab jedoch auch zu, dass er durchaus seinen Gefallen an den wöchentlichen Aufstellungsbasteleien habe. „Das macht mir Spaß und ich glaube, dass die Jungs den Weg mitgehen.“ Allerdings dürfe man sich nicht zu sehr in den Details verlieren, sondern müssen vielmehr eine klare Orientierung geben.
Es ist völlig in Ordnung, dass er das so kommuniziert.
Lukas Kwasniok über eric martel
„Das war jetzt in dem Fall bei Eric nicht auf freiwilliger Basis, sondern durch die Verletzung von Rav und hintenraus von Hübi auch ein wenig notgedrungen“, erklärte der Trainer. Martel akzeptiere seine Rolle dabei ohne zu murren. „Aber grundsätzlich“, so Kwasniok weiter, „spielt er lieber auf der Sechs. Es ist völlig in Ordnung, dass er das so kommuniziert.“ Gleichwohl stelle sich Martel „komplett in den Dienst der Mannschaft.“
Trotzdem sei es das Ziel, ihn langfristig wieder auf seine vermeintlich beste Position im Mittelfeld zu bringen. Entsprechend dürfte sich Martel auch über das jüngste Comeback von van den Berg bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft gefreut haben. Zwar ließ Kwasniok durchblicken, dass der 21-Jährige am Samstag gegen Eintracht Frankfurt noch nicht wieder bereit für die Startelf sei (der GEISSBLOG berichtete), dennoch dürfte van den Berg zeitnah wieder zu einer Option werden – und Martel damit wieder frei für seine eigentliche Rolle machen.








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