Nur eine Position offen: Kwasniok-Geständnis bei Kölner Top-Transfer

Samstag wieder auf dem Rasen? Lukas Kwasniok mit Rav van den Berg. (Foto: Bucco)
Samstag wieder auf dem Rasen? Lukas Kwasniok mit Rav van den Berg. (Foto: Bucco)

Spielt er oder spielt er nicht? Lukas Kwasniok hat noch nicht darüber entschieden, ob Rav van den Berg in Bremen in der Startelf des 1. FC Köln stehen wird. Der Trainer bleibt beim Top-Transfer der Geißböcke skeptisch.

Normalerweise wäre Rav van den Berg am Samstagnachmittag, wenn der 1. FC Köln beim SV Werder Bremen gastiert, noch kein Kandidat für die Startelf – daraus macht Lukas Kwasniok keinen Hehl. „Ich muss gestehen“, sagt der FC-Trainer, „dass diese Überlegung im Falle eines fitten Joel Schmied noch nicht vorhanden gewesen wäre.“

Nach zweieinhalb Monaten ohne Bundesliga-Minute würde Kwasniok den Niederländer gerne sukzessive aufbauen. Denn: „Ich habe eine Verantwortung den Spielern gegenüber.“ Würde mit Schmied, der aufgrund einer muskulären Verletzung im Oberschenkel vorerst pausieren muss, nach Timo Hübers und Luca Kilian nicht noch ein dritter Innenverteidiger ausfallen, „wäre ich das Risiko nicht gegangen“, gibt Kwasniok zu.

Van den Bergs Comeback „auf jeden Fall eine Überlegung“

Doch Schmied fällt eben aus, und so sei van den Bergs Nominierung für die Startelf „auf jeden Fall eine Überlegung“, lässt sich der 44-Jährige zumindest etwas in die Karten schauen. Da sich ein Innenverteidiger verletzt hat und ein anderer nun in den Kader zurückkehrt, liege dieser Gedankengang „auf der Hand“.

Van den Berg selbst hat offenbar keine Bedenken, was sein Bundesliga-Comeback angeht. Das hat der teuerste Zugang des Sommers unter der Woche selbst versichert (der GEISSBLOG berichtete). Für Kwasniok allerdings spielt die Einschätzung des Spielers eher eine untergeordnete Rolle.

Es ist meine Verantwortung, ihn im richtigen Moment laufen zu lassen. Da ist Rav gerade an der Schwelle.

Lukas Kwasniok

„Wenn ein Spieler lange raus war und glaubt, topfit zu sein, ist es ein Einfaches, ihn reinzuwerfen, um dann zu sagen: ‚Habt ihr gesehen? Der ist doch noch nicht ganz fit. Ich sehe ihn ja jeden Tag im Training'“, bleibt der Kölner Coach skeptisch und betont noch einmal: „Es ist meine Verantwortung, ihn im richtigen Moment laufen zu lassen. Da ist Rav gerade an der Schwelle.“

Am liebsten hätte er van den Berg in einem Freundschaftsspiel noch Einsatzzeit sammeln lassen. „Die Zeit haben wir aber nicht“, weiß Kwasniok und ist zumindest „recht happy, dass er schon 60 Minuten bei der U21 gespielt hat“. In der vergangenen Länderspielpause hatte der Abwehrmann bei der niederländischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation seine ersten Einsatzminuten nach der Schulter-OP gesammelt.

Kwasniok: „Bundesliga ist kein Experimentierfeld“

Das Fazit fiel gemischt aus, nicht nur aufgrund der niederländischen Niederlage gegen Israel. „In diesem Spiel hat man schon noch gemerkt, dass er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist“, meint Kwasniok. Die U21-Partie sei inzwischen zwar „ein paar Tage her“, doch: „Die Bundesliga ist kein Experimentierfeld. Wenn ich etwas tue, dann aus 100-prozentiger Überzeugung – und nicht, um mal zu schauen, ob etwas funktioniert.“

Wie die Entscheidung nun fallen soll? Womöglich im Land der Träume. „Lasst mich noch eine Nacht drüber schlafen und wenn ich am Samstag aufstehe und sage: ‚Hey, er ist so weit‘, dann werde ich ihn laufen lassen.“ Wobei die taktische Formation keine Rolle spiele. Ob Dreier- oder Viererkette, „er ist beides gewohnt, das ist in der heutigen Welt für die Innenverteidiger gar kein Thema“, erklärt Kwasniok.

Rest der Startelf steht

Die einzige Option sei van den Berg trotz der Personalsorgen in der Defensive aber nicht. „Wir dürfen uns nicht von Emotionen treiben lassen, sondern von sachlichen Erkenntnissen. Es gibt auch noch andere Lösungen.“ Unter der Woche hat beispielsweise Sebastian Sebulonsen zeitweise als Part der Dreierkette trainiert.

Ausreichend Zeit, sich über die Position Gedanken zu machen, hat Kwasniok, denn der Rest seiner Startelf steht bereits fest. „Das ist die einzige Position, die noch unklar ist. Wie wir die Abwehr präsentieren werden, ist noch ein bisschen offen.“ Womöglich kommt ihm die richtige Erkenntnis am Samstagmorgen nach dem Erwachen an der Weser.

So könnte der 1. FC Köln beginnen: Schwäbe – van den Berg, Heintz, Özkacar – Sebulonsen, Martel, Johannesson, Kaminski – Thielmann, Waldschmidt, Bülter

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete