Wegen El Mala und Niang: Experiment im Sturm neben Topscorer Adamyan

Sargis Adayman und Safyan Toure. (Foto: Bucco)
Sargis Adayman und Safyan Toure. (Foto: Bucco)

Die U21 des 1. FC Köln profitiert von Sargis Adamyan, hat aber Personalprobleme im Sturm. Nun hilft sogar ein Rechtsverteidiger im Angriff aus.

Die U21 des 1. FC Köln hat eigentlich ein Luxus-Problem. Wären alle Stürmer fit, müsste Trainer Evangelos Sbonias harte Personalentscheidungen treffen. Doch beim FC sind aktuell nur selten alle Stürmer fit. Youssoupha Niang fällt seit der Vorbereitung aus. Malek El Mala hat sich zum zweiten Mal in dieser Saison verletzt und fehlt ebenso.

Da trifft es sich zumindest insofern gut, als dass der FC mit Sargis Adamyan einen Ex-Profi nicht von der Gehaltsliste hat streichen können und dieser nun mit sechs Toren und fünf Vorlagen Topscorer der Regionalliga-Geißböcke ist. Ein extrem gut bezahlter Topscorer zwar, aber immerhin einer, der dem FC sportlich gerade weiterhilft.

Toure macht auf sich aufmerksam

Um Adamyan herum spielen mehrere hochtalentierte Angreifer, darunter Etienne Borie und Safyan Toure, der inzwischen auch schon fünf Tore erzielen konnte. Beide sind jedoch eher Spieler für die zweite Angriffsreihe hinter den Stoßstürmern. Weil aber Bernie Lennemann und Nilas Yacobi nicht ins Laufen kommen, hat Sbonias eben doch ein Problem im Angriff. Gegen Borussia Dortmund am Samstag griff der FC-Trainer daher zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Sbonias bot Rechtsverteidiger Marvin Ajani als Sturmpartner neben Adamyan auf, während Toure über links kam und Borie auf der Zehn agierte. Rechts übernahm Cenny Neumann die Schiene. „Wir haben vorne viele Ausfälle, unter anderem mit Malek und Youssoupha. Wir wollten in der letzten Linie viel Wucht im Kopfballspiel und Geschwindigkeit reinbringen“, sagte Sbonias hinterher. „Das hat Marvin sehr gut gemacht. Er hat den Dortmundern große Probleme bereitet.“

Ajani könnte zunächst Stürmer bleiben

Ajani konnte mit seiner hohen Grundgeschwindigkeit, vor allem aber auch mit seinen 1,88 Meter einen Gegenpart zum eher quirligen Adamyan bieten und den BVB so beschäftigen. Die Niederlage konnte das zwar nicht verhindern. Doch der FC konnte im 3-4-1-2-System so trotzdem immer wieder gefährlich werden.

Ein Mittel für die Zukunft? Das System ja, Ajani nein: Zumindest nicht, wenn Malek El Mala und Niang wieder fit sind. Wann das sein wird, ist aber noch unklar. So könnte die ungewohnte Sturmkonstellation auch in den kommenden Wochen noch andauern. Immerhin: Ein Tor konnte Ajani bereits erzielen, allerdings schon am 4. Spieltag, damals noch als Rechtsverteidiger.

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