Drei-Jahres-Plan: Machen die FC-Bosse jetzt Nägel mit Köpfen?

Philipp Türoff und Thomas Kessler. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Philipp Türoff und Thomas Kessler. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Der 1. FC Köln steht vor einer letzten großen Veränderung in der Führungsetage. Vor Weihnachten sollen Philipp Türoff und Thomas Kessler verlängern.

Geschäftsführer Philipp Türoff (Vertrag bis Ende 2026) und Sportchef Thomas Kessler (Vertrag als Sportdirektor bis 2027) sollen noch vor Weihnachten beim 1. FC Köln mit neuen Verträgen ausgestattet werden. Gelingt dies, endet ein Jahr des Umbruchs für die Geißböcke mit einer Weichenstellung für die kommenden drei Jahre.

Der Vorstand und die Geschäftsführung plus Kessler hatten sich zuletzt einen Tag abseits des Tagesgeschehens am Geißbockheim zurückgezogen. In einem Golf-Ressort hatte die neue Kölner Führungsetage sich beraten. Es ging darum, sich kennen zu lernen und erste Leitlinien aufzustellen, wie die künftige Zusammenarbeit funktionieren kann.

Alle Bosse dann bis 2028 gebunden

Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek sind erst seit Ende September im Amt und werden das Präsidium der Geißböcke bis mindestens 2028 stellen. Türoff ist seit Anfang 2022 an Bord, während Marketing-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld und Kessler schon lange in unterschiedlichen Funktionen im FC aktiv sind. Nun will das Sextett die Grundlage für eine erfolgreiche FC-Zukunft legen.

Dazu gehört, dass Türoff seinen Ende 2026 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis Ende 2028 verlängern soll. Dazu gehört ebenfalls, dass Kessler seinen Sportdirektoren-Vertrag in einen Geschäftsführer-Vertrag umgewandelt bekommt – mit einer Laufzeit bis Sommer 2028. Das Ziel: Alle FC-Bosse sollen bis 2028 an den FC gebunden sein, im Vorstand wie in der Geschäftsführung.

Kessler hat Anspruch „klar dokumentiert“

Daraus soll sich ein Drei-Jahres-Plan ergeben, der den FC in der Bundesliga etabliert. Längere Planungen sind im schnelllebigen Fußball-Geschäft ohnehin kaum möglich, und so soll dieser Zeitrahmen als Leitplanke für die Arbeiten in den kommenden Monaten dienen. Nach dem großen Bruch im Mai mit dem folgenden Umbruch im Sport im Sommer soll nun wieder Stabilität und Kontinuität einziehen.

Kessler hatte erst am Wochenende erklärt, dass er gegenüber dem Vorstand zunächst „klar dokumentiert“ habe, „dass ich bereit bin, Verantwortung zu übernehmen, aber ich natürlich auch klare Vorstellungen habe. Und wenn man sich dann eben erst neu kennenlernt, dann braucht man manchmal auch ein bisschen Zeit, um sich da auch anzunehmen.“ Diese Findungsphase soll nun aber abgeschlossen sein, die Beförderung zum Geschäftsführer Sport noch vor Weihnachten durch den Gemeinsamen Ausschuss abgesegnet werden. So könnte ein turbulentes Jahr 2025 für den 1. FC Köln mit einer neuen Struktur und klar definierten Führungsrollen zu Ende gehen.

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