„Gamechanger“ zünden noch nicht: Daran hakt es – Transfer im Winter als Lösung?

Kristoffer Lund, Sebastian Sebulonsen und Lukas Kwasniok im FC-Training. (Foto: Bucco)
Kristoffer Lund, Sebastian Sebulonsen und Lukas Kwasniok im FC-Training. (Foto: Bucco)

Im Sommer machte Lukas Kwasniok klar, welche Spieler in seinem System für den 1. FC Köln die „Gamechanger“ sein könnten. Das Problem: Sie zünden noch nicht. Muss nun ein Winter-Transfer her?

Es war einer der Schlüsselmomente in der Vorbereitung des 1. FC Köln: Zum Abschluss des Trainingslagers in Österreich spielte der FC gegen Leicester City, und das 1:0 fiel genauso, wie sich Lukas Kwasniok das wünscht: Sebastian Sebulonsen stahl sich von seiner rechten Seite in die Sturmspitze, wurde von Jakub Kaminski bedient und traf alleine vor dem gegnerischen Tor zum 1:0.

Nur wenige Tage zuvor hatte Kwasniok während einer Trainingseinheit seinen Spielern zugerufen: Durch Positionsrochaden sollten sich die Schienenspieler immer flexibel in die Räume bewegen und entsprechend freigespielt werden können. „Die können sich überall reinschleichen und machen die meisten Tore“, lautete die Ansage von Kwasniok damals. „Deswegen sind bei mir die Wing Backs der Gamechanger.“

Dieser Vergleich zeigt das große Problem

Das Problem Anfang Dezember 2025: Sebastian Sebulonsen steht nach 13 Bundesliga-Spielen noch bei null Toren und null Vorlagen. Kristoffer Lund kommt in derselben Zeit auf null Tore und einen Assists, wobei dieser Assists das Zuspiel auf Said El Mala in Bremen war, welches lediglich ein Pass auf die linke Außenbahn war – den Rest musste El Mala selbst erledigen. Eine echte Vorlage war auch dieses Zuspiel nicht.

Und so stehen beide als Stammspieler eingeplanten Wing Backs, als die linken und rechten Schienenspieler im 3-4-3-System von Kwasniok, eigentlich noch praktisch null Torbeteiligungen nach mehr als einem Drittel der Saison. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison beim SC Paderborn unter Kwasniok sammelte Raphael Obermair auf der rechten Seite sechs Tore und sechs Vorlagen, Aaron Zehnter drei Tore und zwölf Vorlagen.

FC sucht nach Alternativen

Von diesen Zahlen ist der FC in der Bundesliga Welten entfernt. Auch, weil die Alternativen keine echten Alternativen sind. Jakub Kaminski links und Jan Thielmann rechts helfen dort nur aus, sind dort eigentlich mit ihren Qualitäten verschenkt. Jusuf Gazibegovic rechts hat ohnehin keine Zukunft mehr beim FC, während Alessio Castro-Montes links noch keine Gegenwart hat.

Bleiben also nur Lund und Sebulonsen: Genau deswegen sondiert der FC nach GEISSBLOG-Informationen den Markt nach einem neuen Wingback. Obermair könnte dabei freilich wieder in die Verlosung rücken, allerdings sagte Kwasniok unlängst: „Der Unterschied zwischen der 2. Liga und der Bundesliga ist riesig.“ Ob Obermair mit 29 Jahren und null Bundesliga-Erfahrung da die Lösung wäre, nur weil er das System des Trainers kennt?

Einfluss noch zu gering

In jedem Fall hält der FC für Januar auf beiden Außenbahn-Positionen nach Verstärkung Ausschau. Sebulonsen und Lund haben in Teilen die Erwartungen erfüllt, sind die erhofft lauf- und kampfstarken, schnellen Außenbahnspieler, die ihre Seite alleine oben wie unten beackern können. Sie haben sich als Upgrade für den Kader bewiesen. Doch ihr Einfluss auf das Kölner Spiel ist noch zu gering. Dafür sind ihre Positionen unter Kwasniok zu wichtig.

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