Muss Said El Mala beim 1. FC Köln uneingeschränkter Stammspieler sein, um in die deutsche Nationalmannschaft berufen zu werden? Patrick Helmes sagt: Julian Nagelsmann muss El Mala auch so mit der WM nehmen.
Nach seinem fünften Bundesliga-Tor für den 1. FC Köln nimmt die Diskussion um Said El Mala und die deutsche Nationalmannschaft wieder Fahrt auf. Auch, weil der FC-Stürmer in Bremen erstmals über 90 Minuten spielte und damit ein Kriterium erfüllte, das Bundestrainer Julian Nagelsmann eingefordert hat.
„Natürlich muss er in Köln Stammspieler werden“, hatte der Bundestrainer gefordert. „Dann hat er auch die Möglichkeit, bei der A-Nationalmannschaft für Furore zu sorgen.“ Bis zur vergangenen Länderspielpause, als El Mala erstmals nominiert wurde, hatte der 19-Jährige noch kein Spiel über 90 Minuten für den FC bestritten. Das hat sich nun geändert – inklusive Tor.
Klare Worte von Helmes: „Er wäre ein Trumpf!“
Dennoch bleibt die Frage: Muss El Mala beim FC überhaupt uneingeschränkter Stammspieler sein, wenn er als Joker für die deutsche Nationalmannschaft wertvoll sein könnte und diese Rolle bislang auch beim FC so stark ausfüllte? Für Patrick Helmes eine einfache Frage. „Solange die Leistung stimmt, ist doch alles offen für ihn. Und darum geht es doch. Es geht in der Nationalmannschaft um Leistung – und die bringt er“, sagte der Ex-Profi im Rahmen der Icon League zu SPORT1. „Ich finde nicht, dass er jetzt unbedingt Stammspieler sein muss.“
Der ehemalige FC-Stürmer und 13-fache Nationalspieler machte deutlich, dass El Malas Rolle in Köln nicht von der Spielzeit abhänge – und dass dies auch vom DFB gewürdigt werden sollte. „Er hat schon die Wertigkeit, die Wichtigkeit für die Mannschaft, wenn er reinkommt. Und jetzt trifft er auch, wenn er von Beginn an spielt.“ Und weiter: „Genau so einen Typ brauchst du im Sommer, der von der Bank Spiele entscheidet. Er ist auf einem guten Weg, aber in meinen Augen muss er nicht 100-prozentiger Stammspieler sein, um bei der WM teilzunehmen. Wenn er das macht wie jetzt – Spiele zu entscheiden, wenn er reinkommt –, dann wäre er für uns doch ein Trumpf.“
Sonderlob für die FC-Verantwortlichen
Man dürfe nicht vergessen, dass El Mala aus der 3. Liga komme und daher in den kommenden Monaten noch weitere Entwicklungsschritte gehen werde. „Es schafft niemand, innerhalb von zwei Monaten die Bundesliga so aufzuräumen und so elementar wichtig zu werden, dass du immer spielst“, sagte Helmes und hatte für die FC-Verantwortlichen ein Extra-Lob übrig: „Der FC macht das super, Lukas Kwasniok macht das gut, sie bauen ihn auf.“
Und dieser Aufbau soll in Helmes Augen in den WM-Kader führen. Als Joker, den Deutschland brauche werde im Laufe eines langen Turniers. Wenn es mal nicht so laufe, wenn Nagelsmann mal das deutsche Spieler verändern müsse, wenn es mal einen Knipser mit besonderen Eins-gegen-Eins-Fähigkeiten brauche. Mit nun fünf Toren bei drei Vorlagen hat El Mala am Samstag in Bremen das nächste Argument geliefert, warum der 19-Jährige eine Chance erhalten sollte.








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