Spezialist El Mala soll variabler werden: „Nicht nur darauf reduzieren“

Auf Said El Mala ist beim FC Verlass. (Foto: Bucco)
Auf Said El Mala ist beim FC Verlass. (Foto: Bucco)

Flügelstürmer Said El Mala wurde von Lukas Kwasniok als „Spezialist“ bezeichnet. Nun bringt der Trainer des 1. FC Köln den Angreifer im Zentrum. Auch mit Blick auf seinen Marktwert?

Es ist noch nicht lange her, da bezeichnete Lukas Kwasniok Said El Mala als „Spezialisten“, weil dieser ein klassischer Flügelstürmer sei, an der Seitenauslinie arbeite und von dort in die Mitte ziehen würde. Das sei seine Stärke und würde ihn deshalb auch von anderen Spielern abheben. Doch am Samstag spielte El Mala beim 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli überraschend im Sturmzentrum.

Dort erarbeitete sich der 19-Jährige in der 21. Minute die Riesenchance nach Hereingabe von Marius Bülter. Und schließlich zog er über das Zentrum auch seinen Sprint über 60 Meter an, den er zum 1:0 abschließen konnte. Dennoch überraschte es, dass El Mala zentral spielte und Bülter auf der linken Seite, ehe das Duo während der zweiten Hälfte die Plätze tauschte.

Warum Kwasniok El Mala im Zentrum brachte

Lukas Kwasniok erklärte seine Entscheidung mit dem kürzeren Weg zum Tor und weniger Gegenspielern vor El Mala. „Wenn der Gegner mit fünf Verteidigern spielt, muss Said erstmal einen ausdribbeln und dann kommt in der Regel noch einer“, sagte der 44-Jährige. „Die Wahrscheinlichkeit ist im Zentrum höher, wenn er mal schneller ist.“

Schon in den Anfangsminuten hätte die Überlegung beinahe zum Tor geführt, als El Mala einen Steilpass erlief, sich dann aber den Ball zu weit vorlegte. „Wir haben ein sehr torgefährliches Trio und alle Jungs fühlen sich in allen Räumen wohl“, sagte Kwasniok. Und dann ließ er durchblicken, dass er als Trainer auch sehr wohl noch eine andere Komponente in dieser Entscheidung sah.

Marktwert soll weiter steigen

„Das wird Said besser machen, wenn er sich nicht nur darauf reduziert, ins Dribbling zu gehen. Das wird ihn und uns unausrechenbarer machen.“ Am Abend im ZDF-Sportstudio ergänzte Kwasniok zudem, dass Said aufgrund seiner Qualitäten und seines Charakters „interessant für den Markt“ sei und meinte damit den Transfermarkt. Kurzum: Kwasniok weiß auch, dass er in dieser Saison den Auftrag hat, El Mala so gut wie möglich weiterzuentwickeln und so interessant wie möglich für andere Clubs zu machen.

Je interessanter, desto teurer: Der FC weiß um die große Chance, die nicht nur El Mala hat mit Blick auf die WM, sondern auch der Club mit Blick auf eine noch nie dagewesene Transfereinnahme. Und so zählt diese Veränderung der Position für El Mala zur Ausbildung dazu. Eine Ausbildung, die dem FC trotzdem viele Tore bescheren und den Marktwert des 19-Jährigen weiter steigern soll.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
28 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete