Said El Mala hat dem 1. FC Köln mit seinem Tor gegen Werder Bremen einmal mehr Zählbares in der Bundesliga gesichert. Mindestens genauso wichtig war jedoch eine erstmalige Erkenntnis an der Weser.
Bereits gegen den FC Augsburg hatte Said El Mala dem 1. FC Köln mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich einen Punkt gesichert. Gegen die TSG Hoffenheim erzielte der Youngster beim 1:0-Erfolg sogar das Tor des Tages und bescherte dem FC damit einen Dreier im Kraichgau. Nun hat der Linksaußen mit seinem späten Treffer an der Weser die dritte Kölner Niederlage in Folge abgewendet und erneut dafür gesorgt, dass der FC zumindest mit einem Punkt die Heimreise antreten konnte.
Der Treffer war allerdings nur möglich, weil El Mala zum ersten Mal in der Bundesliga überhaupt über 90 Minuten ran durfte – und damit freilich auch in der Nachspielzeit noch auf dem Platz stand. „Es ist eine wichtige Erkenntnis“, sagte Trainer Lukas Kwasniok nach der Partie über den ersten El-Mala-Einsatz über die volle Distanz. „Darauf hat er hingearbeitet. Dritte Liga 90 Minuten und Bundesliga 90 Minuten sind ein Unterschied.“
Wichtiger Schritt für den WM-Zug
Auch für den Spieler selbst ist die 90-Minuten-Premiere ein wichtiger Schritt. Insbesondere mit Blick auf den kommenden Sommer, wenn El Mala noch auf dem WM-Zug mit aufspringen möchte. Schließlich hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der erstmaligen Nominierung des Shootingstars noch gefordert: „Er muss in Köln unangefochtener Stammspieler werden. Und dann hat er auch Möglichkeiten, bei der A-Nationalmannschaft für Furore zu sorgen.“
Das Bremen-Spiel war dabei sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. „Dass Said den Unterschied machen kann, das ist allseits bekannt. Wichtig ist, dass er trotzdem den Willen hat, sich weiter zu verbessern. Den hat er“, führte Kwasniok noch am Samstagnachmittag im Weserstadion aus. In einer schwachen Kölner Mannschaft war der gebürtige Krefelder dabei einer der Lichtblicke, wenngleich auch ihm nicht alles gelingen wollte.
Kwasniok: „Was bewundernswert ist…“
„Er hat heute auch wieder ein, zwei, dreimal den Ball zu häufig verloren. Was bewundernswert ist, dass er gar nicht darüber nachdenkt, sondern das nächste Mal wieder in diese Situation geht“, lobte Kwasniok weiter. Für seine Teamkollegen bedeutet das allerdings hin und wieder, den Extra-Meter gehen zu müssen, weil ein Ballverlust meist auch eine Kontersituation für den Gegner bedeutet. Deswegen müsse El Mala weiterhin an den richtigen Momenten für das Dribbling arbeiten.
„Er ist so schnell, dass er manchmal den Jungs nicht die Zeit gibt nachzurücken. An dieser Balance müssen wir noch arbeiten.“ Trotzdem sei El Mala aber „schwer zu verteidigen.“ Werder Bremen war am Samstag nicht die erste Mannschaft, die davon ein Lied singen konnte. Said El Mala und den 1. FC Köln freut es jedoch – und womöglich im nächsten Jahr auch Julian Nagelsmann.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!