Aussprache mit Spielern! Kwasniok emotional: „Lasse nichts auf die Jungs kommen“

Lukas Kwasniok steht beim FC aktuell im Wind. (Foto: IMAGO / kolbert-press)
Lukas Kwasniok steht beim FC aktuell im Wind. (Foto: IMAGO / kolbert-press)

Lukas Kwasniok hat am Dienstag zu den Gerüchten und der Kritik an seiner Person Stellung bezogen. Der Cheftrainer des 1. FC Köln berichtet von einer Aussprache mit dem Mannschaftsrat.

Wie steht es um das Verhältnis zwischen Lukas Kwasniok und der Mannschaft des 1. FC Köln? Nach der Fan-Kritik („Kwasni Yok“) in Heidenheim und zahlreichen Gerüchten im Umfeld der Geißböcke sprach der 44-Jährige am Dienstag offen über seine Gefühlslage und dass er das Gespräch mit dem Mannschaftsrat gesucht habe.

„Unmittelbar nach dem Spiel nimmst du das erst mal ein bisschen emotionaler auf“, gestand Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München. „Dann vergehen ein paar Stunden, und dann ist es wichtig, die Dinge ruhig einzuordnen.“ Der Verein habe sich mit der Ultra-Szene unterhalten. Dort habe man die Dinge „ausgeräumt“. „Und wir hatten mit dem Mannschaftsrat ein Gespräch zu Themen wie der vermeintlich gestrichene Teamabend.“

Aussprache mit dem Mannschaftsrat

Dabei machte Kwasniok klar, dass es keinen gestrichenen Teamabend gegeben habe. Vielmehr habe es ihn gegeben – nur mit einer zeitlichen Einschränkung. „Ich bin 19 Jahre Trainer und ich bin einer, der Teamabende zur Pflicht ausruft“, sagte Kwasniok. Dass er den Abend verboten habe, sei „Kokolores“. Dennoch habe er seine Spieler gefragt, ob „etwas etwas missverstanden wurde“. Im Mannschaftsrat sitzen Kapitän Marvin Schwäbe, Vizekapitän Ron-Robert Zieler, Eigengewächs Jan Thielmann und Neuzugang Marius Bülter.

„Das Einzige, was ich gesagt habe, war: Es wäre gut, wenn ihr nicht um halb drei zurückkommt und mir sich über meine Schuhe erbricht“, berichtete Kwasniok mit einem Schmunzeln. Die Spieler seien sehr wohl ausgegangen, aber freiwillig wieder zwischen halb zwölf und zwölf wieder im Mannschaftshotel gewesen.

Wenn man die Mannschaft spielen sieht, haut sie alle raus. Die haben das Herz am richtigen Fleck. Ein Top-Team!“

Lukas Kwasniok

Überhaupt betonte Kwasniok, dass das Verhältnis zwischen sich und den Spielern „in allerbester Ordnung“ sei und man mit dem Mannschaftsrat sich einig gewesen sei, dass nun der Fokus wieder vollkommen auf dem Sportlichen liegen müsse. „Ich bin unheimlich gerne Trainer dieser Mannschaft und dieses Vereins“, sagte Kwasniok.

Als Beleg dafür, dass es zwischen Trainerteam und Spielern passe, führte Kwasniok an, dass „die vergangenen Wochen und Monate gezeigt haben, dass wir immer alles geben. Wir sind eine der wenigen Mannschaften ab Platz acht oder neun abwärts, die noch keine Reise (hohe Niederlage, Anm. d. Red.) bekommen hat. Es steht immer eine Einheit auf dem Platz. Deshalb wäre ich in Bezug auf diese Thematik, dass die Mannschaft unzufrieden sei, ein bisschen vorsichtig.“ Und weiter: „Wenn man die Mannschaft spielen sieht, haut sie alle raus. Die haben das Herz am richtigen Fleck und ich lasse in keinster Form irgendwas auf die Jungs kommen. Ich unterhalte mich jeden Tag mit denen. Ein Top-Team!“

Kwasniok: Kein Kontakt zur Fanszene

Kwasniok erklärte auch, dass es keinen direkten Kontakt zwischen ihm und der Fanszene gegeben habe und dies auch nicht geplant sei. Vorstand und Geschäftsführung hatten sich am Sonntag mit Vertretern der Ultras ausgetauscht. Darüber hinaus will Kwasniok aber nicht direkt das Gespräch suchen. „Ganz ehrlich: Ich bin als Trainer zwar ein relativ wichtiger Mitarbeiter, aber der Kontakt zur Fanszene sollte von Vereinsseite erfolgen und nicht vom Trainer“, sagte der 44-Jährige. Fans und Mannschaft müssten eine Einheit sein, und das sei der Fall. Alles andere spiele keine Rolle.

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