Wird Kwasnioks Abwehr-Puzzle zur letzten Chance für Neuzugang?

Cenk Özkacar bereitete sich am Samstag vergebens auf einen Einsatz vor. (Foto: IMAGO/ Beautiful Sports)
Cenk Özkacar bereitete sich am Samstag vergebens auf einen Einsatz vor. (Foto: IMAGO/ Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln hat gegen den FC Bayern München am Mittwochabend einen weiteren Defensiv-Ausfall zu beklagen. Eric Martel wird dem Aufsteiger aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlen. Wird das zur letzten Chance für Cenk Özkacar?

Man muss Lukas Kwasniok wohl gar nicht fragen, um zu erahnen, wie er die Bundesliga-Tauglichkeit von Sommer-Neuzugang Cenk Özkacar einschätzt. Am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim waren gleich fünf (!) von sieben gelernten Innenverteidigern ausgefallen. Und der 25-Jährige? Saß trotzdem über 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Stattdessen setzte der FC-Trainer auf die Dienste von einem gelernten Sechser (Eric Martel) und einem nominellen Rechtsverteidiger (Sebastian Sebulonsen). Zudem schmiss Kwasniok nach nur dreieinhalb Trainingseinheiten und einem halben Jahr ohne Spielpraxis Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey sofort ins kalte Bundesliga-Wasser. Özkacar scheint derweil in den Gedanken des 44-Jährigen derzeit keine Rolle zu spielen.

Nur 376 Bundesliga-Minuten für Özkacar

Dabei hatte Sportdirektor Thomas Kessler im Trainingslager in La Nucia noch öffentlich versucht, den Türken aufzubauen. „Ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass er nicht funktioniert hat“, meinte der 39-Jährige hinsichtlich der Leihgabe aus Valencia. Kwasniok scheint dies jedoch anders zu sehen – anders ist die erneute Nicht-Berücksichtigung des Innenverteidigers inzwischen nicht mehr zu interpretieren. Nur 376 Minuten stand Özkacar in der bisherigen Bundesliga-Saison auf dem Feld. Und das, obwohl wie am Samstag zeitweise kaum ein anderer Innenverteidiger mehr zur Verfügung stand.

Gegen den FC Bayern am Mittwochabend könnte der Spieler womöglich seine letzte Chance bekommen, sich in der Gunst von Kwasniok doch noch nach oben zu spielen. Immerhin kehrt gegen den Rekordmeister kein angeschlagener oder wie in Rav van den Bergs Fall gesperrter Spieler zurück. Im Gegenteil: Durch die fünfte Gelbe Karte von Eric Martel fällt eine weitere Alternative in der Innenverteidigung auch noch aus.

Abschiedsspiel oder weitere personelle Überraschung?

Sollte Özkacar auch dann nicht zum Einsatz kommen, dürften sich alle Beteiligten wohl zeitnah an einen Tisch setzen und über ein vorzeitiges Leih-Ende sprechen. Schon jetzt erscheint es ausgeschlossen, dass der FC die im Vertrag verankerte Kaufoption aktivieren wird. Abgesehen davon, dass van den Berg am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 wieder zur Verfügung steht und Joel Schmied sowie Dominique Heintz auf absehbare Zeit wieder fit werden, sucht der FC noch nach einem weiteren erfahrenen Innenverteidiger.

Spätestens dann dürfte es ohnehin eng mit einer weiteren Kader-Nominierung für den Spieler werden. So könnte die Partie gegen den FC Bayern München am Mittwochabend schon zum Abschiedsspiel für Özkacar beim 1. FC Köln werden – sofern Lukas Kwasniok nicht erneut noch eine weitere personelle Alternative aus dem Hut zaubert.

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