Der 1. FC Köln muss sich dem FC Bayern beugen. Auch Said El Mala kann die Niederlage nicht verhindern. Der 19-Jährige vergibt eine Großchance und erhält anschließend Lob. Ein Vorbote für einen Transfer-Vorstoß des Rekordmeisters?
Wie wäre das Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München wohl verlaufen, wenn Said El Mala in der 2. Minute aus spitzem Winkel gegen Manuel Neuer getroffen hätte? Einen Steilpass von Kristoffer Lund hatte der pfeilschnelle FC-Star mitgenommen, nur nicht am Torhüter vorbei ist Tor legen können. So war El Malas einzige Großchance gegen die Bayern.
Immerhin: Der 19-Jährige durfte wieder von Beginn an ran, was die Fans schon in Heidenheim gefordert hatten. Trainer Lukas Kwasniok entschied sich für zwei schnelle Flügel mit El Mala und Linton Maina, doch es war Maina, der mit seinem sensationellen Antritt und Tor für Aufsehen und die zwischenzeitliche FC-Führung sorgte. El Mala blieb mit längerer Spieldauer eher blass, bis er nach 78 Minuten ausgewechselt wurde.
Eberl lobt El Mala
Dennoch konnte El Mala in der ersten Halbzeit einige Duftmarken setzen, verstand sich gut mit Lund und suchte immer wieder die Tiefe oder das Zuspiel auf den linken Schienenspieler, um diesen in Szene zu setzen. So konnte der FC die Bayern zwischenzeitlich ärgern. Die linke Seite war einmal mehr die gefährlichere der Geißböcke.
Hinterher bekam El Mala dann auch ein Lob – vom Gegner. Max Eberl erklärte in der Mixed Zone nach der Partie: „Ein toller Junge. Es macht Spaß, ihn Fußball spielen zu sehen.“ Die Bayern gehören bekanntermaßen zu jenen Clubs in Europa, die ein Auge auf Kölns Shootingstar geworfen haben. El Mala soll ein Kandidat sein, um dem Flügelspiel des FC Bayern noch mehr Qualität hinzuzufügen.
Eberl bleibt bei Transferfrage diplomatisch
Ob El Mala tatsächlich einen Wechsel zum FC Bayern in Betracht zieht? Eberl wollte den Transfergerüchten keinen weiteren Stoff geben, sagte nur: „Er steht beim FC unter Vertrag. Das ist eine tolle Geschichte. Er ist ein Kölner Junge“, blieb Eberl diplomatisch. Die Bayern jedoch wissen: Sie müssten für El Mala eine Ablöse von deutlich über 50 Millionen Euro aufrufen. In Deutschland könnten nur die Münchner beim Kölner Youngster mitbieten. Der Poker hat also längst begonnen.







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