Bornauw-Transfer war fast fix! FC hat zwei Alternativen im Blick

FC-Sportdirektor Thomas Kessler im Trainingslager in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)
FC-Sportdirektor Thomas Kessler im Trainingslager in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)

Jahmai Simpson-Pusey soll nicht der einzige Innenverteidiger sein, der in diesem Winter zum 1. FC Köln wechselt. Auf das Talent von Manchester City soll nach GEISSBLOG-Informationen noch ein erfahrener Mann folgen. Der Transfer von Sebastiaan Bornauw ist wohl geplatzt – praktisch auf der Zielgeraden.

Aus dem Trainingslager in La Nucia berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Eigentlich war alles klar. Als der 1. FC Köln am 2. Januar ins Trainingslager reiste, sollte ein alter Bekannter mit im Flieger sitzen. Sebastiaan Bornauw, über dessen Rückkehr in den vergangenen Wochen immer wieder spekuliert wurde, war tatsächlich der Wunschkandidat für die Abwehr der Geißböcke. Nach GEISSBLOG-Informationen herrschte schon Einigkeit über eine Leihe des Innenverteidigers von Leeds United.

Dann aber kam ein Waliser namens Joe Rodon dazwischen. Der 28-Jährige ist absoluter Stammspieler bei Leeds und einer der Gründe, warum der im Sommer aus Wolfsburg nach Leeds gewechselte Bornauw lange Zeit nur eine Zuschauerrolle hatte. Doch Rodon zog sich am 28. Dezember beim 1:1 in Sunderland eine Bänderverletzung am Knöchel zu.

Gespräche noch nicht beendet

Das wiederum beförderte Bornauw, der zuvor lediglich zweimal in der Nachspielzeit eingewechselt worden war, plötzlich in Leeds‘ Startelf. Sowohl beim 0:0 in Liverpool an Neujahr als auch am Sonntag beim 1:1 gegen Manchester United ließ Trainer Daniel Farke den Belgier beginnen. Nach dem überraschenden Unentschieden an der Anfield Road schwärmte Farke gegenüber der BBC: „Seb verdient wirklich viel Lob. Er war fantastisch.“

Das klingt, als finde der frühere Gladbach-Coach nun Gefallen am 26-Jährigen – und als könne sich der FC eine Rückholaktion seines ehemaligen Leistungsträgers (57 Einsätze von 2019 bis 2021) abschminken. Zumal Bornauw nun die Chance wittert, sich doch noch auf sofortigem Wege in der Premier League, von der er immer geträumt hatte, durchzusetzen.

Sebastiaan Bornauw (M.) am Sonntag gegen Manchester United. (Foto: IMAGO / Shutterstock)
Sebastiaan Bornauw (M.) am Sonntag gegen Manchester United. (Foto: IMAGO / Shutterstock)

Den Geißböcken bleibt wohl nur noch eine Mini-Chance. Dem Vernehmen nach wurde der Kontakt zu Leeds noch nicht abgebrochen. Zum einen soll Rodon in gut einer Woche wieder fit sein, zum anderen soll sich der Premier-League-Aufsteiger um Union Berlins Danilho Doekhi bemühen. Ob Bornauw doch noch gehen darf, sobald Rodon zurück ist und Doekhi tatsächlich kommt, ist offen.

Allerdings wird sich der FC wohl kaum so lange gedulden können, bereits am kommenden Samstag in Heidenheim rollt in der Bundesliga wieder der Ball. Und gerade zum Auftakt, wo Rav van den Berg zweimal aufgrund seiner Rotsperre fehlt und auch Joel Schmied noch nicht wieder fit ist, drückt im Abwehrzentrum der Schuh.

1. FC Köln will Simpson-Pusey und Erfahrung

Fakt ist: Die Leihe von Manchester Citys Jahmai Simpson-Pusey geschieht unabhängig vom Interesse an Bornauw. Wie vom GEISSBLOG berichtet, will Thomas Kessler am liebsten einen Youngster und einen bereits arrivierteren Verteidiger verpflichten – ähnlich wie im Winter 2022 mit Bright Arrey-Mbi und Jeff Chabot.

Dieser Plan bleibt bestehen, und da die Zeit drängt, arbeitet der FC nach GEISSBLOG-Informationen parallel an zwei Alternativen zu Bornauw, der mit seiner Erfahrung in der Bundesliga sowie als Teil einer Dreierkette genau ins Beuteschema gepasst hätte.

Kessler arbeitet an Alternativen

Zuletzt mit dem FC in Verbindung gebracht wurde Calvin Brackelmann, der in Paderborn zu Kwasnioks absoluten Lieblingsspielern gezählt hatte. Felix Uduokhai wiederum, 150-facher Bundesliga-Spieler und aktuell bei Besiktas Istanbul nur Ersatz, wurde den Kölnern bereits im Sommer angeboten.

Bundesliga-Profis, die sich mit mehr Spielzeit noch für die WM empfehlen wollen, könnten ebenfalls in den Fokus gerückt sein – beispielsweise Hoffenheims türkischer Nationalspieler Ozan Kabak. Oder eben, ganz klassisch für Winter-Transferfenster, bisherige Bankdrücker wie Kevin Akpoguma.

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