Fynn Schenten hat am Montag zum ersten Mal für die Profis des 1. FC Köln in einem Spiel auf dem Platz gestanden. Trainer Lukas Kwasniok war hinterher voll des Lobes für den Youngster und sprach sogar von so in seinem Kader nicht vorhandenen Qualitäten.
Aus dem Trainingslager in La Nucia berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
Lukas Kwasniok machte kein Geheimnis daraus, dass seine Aufstellung in der ersten Halbzeit gegen den FC Lugano durchaus schon ein Fingerzeig für die Startelf am kommenden Samstag gegen den 1. FC Heidenheim gewesen ist. „Die Tendenz war schon vorhanden, dass die Jungs der ersten Halbzeit ein Stück weiter vorne sind in meiner Gedankenwelt“, sagte der Trainer bei seinem Testspiel-Fazit. Ein Großteil jener Spieler, die gegen den Schweizer Erstligisten begonnen hatten, dürfen sich also berechtigte Hoffnungen darauf machen, auch am Samstag in der Voith-Arena zum Anfangspersonal zu gehören.
Angesichts dieser Aussage war es umso überraschender, dass mit Fynn Schenten am Montagnachmittag ein Profi-Debütant in der Startelf gestanden hatte. Der Torjäger aus der U19 hatte damit den Vorzug vor Ragnar Ache, Luca Waldschmidt und Said El Mala erhalten. Stürmt Schenten am Samstag also auch erstmals in der Bundesliga – oder steht zumindest ins 20er-Aufgebot? „Ich bin grundsätzlich jemand: Wenn ich das Gefühl habe, ich kann einen reinwerfen, dann sollten wir das tun. Ob es so kommt, wage ich aber nicht zu beantworten“, wollte sich Kwasniok eine Nominierung des Talentes noch offen lassen.
Erster Einsatz im Herrenbereich
45 Minuten durfte sich der 18-Jährige gegen den Schweizer Erstligisten zeigen. Für Schenten war es die Premiere im Herrenbereich. Bislang war der Deutsch-Franzose ausschließlich im Nachwuchs zum Einsatz gekommen. Dabei brachte sich der Stürmer gegen Lugano auch in „zwei, drei sehr gute Abschlusspositionen“, wie Kwasniok hinterher anerkannte. In einigen Situationen agierte der Youngster zwar noch zu überhastet, insgesamt habe er es jedoch „einfach gut gemacht.“
Körperliche Wucht, sehr viel Tempo, einen guten Abschluss und immer Tiefgang.
Lukas Kwasniok über Fynn Schentens Qualitäten
Zumindest auf seine zweite Bundesliga-Nominierung dürfte Schenten am Samstag hoffen können. Schon gegen den 1. FC Union Berlin war der erfolgreichste U19-Torschütze durch den kurzfristigen Ausfall von Luca Waldschmidt ins Aufgebot gerutscht. Kwasniok schätzt dabei, dass Schenten „ein anderes Element“ in die Offensive bringe und zählte auf: „Körperliche Wucht, sehr viel Tempo, einen guten Abschluss und immer Tiefgang.“ Dann schob der Trainer noch einen Satz nach, der sicherlich nicht allen gestandenen Stürmern beim 1. FC Köln schmecken dürfte: „Das hat bei uns kein klassischer Neuner.“
Schenten bringt für Kwasniok als Angreifer also ein spannendes Gesamtpaket mit, weshalb er seinen Youngster am Montag unter annähernden Wettkampf-Bedingungen einmal testen wollte. „Er hat es sich verdient, sich hier 45 Minuten zeigen zu dürfen“, meinte der Trainer und schloss voll des Lobes: „Da haben wir einen echt guten Jungen.“ Ein Junge, der sich womöglich bald schon Hoffnungen auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz machen darf.








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