Der 1. FC Köln will im Januar noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Doch Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler muss schon einen Blick auf den Sommer werfen. Denn dann könnte es teuer werden.
Der 1. FC Köln hat im vergangenen Transfersommer circa 24 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Der Umbruch im Kader der Geißböcke war nötig und konnte in diesem Umfang auch finanziert werden, weil Max Finkgräfe und Damion Downs teuer verkauft wurden. Nun könnte die Summe von 24 Mio. Euro allerdings noch einmal fällig werden.
Noch nicht im Winter: Da schaut der gerade beförderte Sportchef Thomas Kessler auf noch ein weiteres Leihgeschäft. Dieses soll die Defensive weiter stärken und Trainer Lukas Kwasniok noch mehr Optionen bieten. Doch auch dieses Leihgeschäft dürfte wohl mit einer Kaufoption verbunden sein. Und genau diese Kaufoptionen stehen auch im Sommer 2026 im Mittelpunkt.
Diese Spieler sollen bleiben
Jakub Kaminski
Stammverein: VfL Wolfsburg
Kaufoption: 5,5 Mio. Euro
Aktueller Stand: Der FC wird Kaminski fest verpflichten, das gilt im Fall des Klassenerhalts als sicher. Der Pole hat sich in kürzester Zeit zum unverzichtbaren Leistungsträger entwickelt. Der 23-Jährige ist dank sechs Scorern schon jetzt deutlich mehr wert als die Höhe der Kaufoption. Diese 5,5 Mio. Euro wären für den FC ein Schnäppchen.
Tom Krauß
Stammverein: 1. FSV Mainz 05
Kaufoption: 3,5 Mio. Euro
Aktueller Stand: Krauß kann in Freiburg eine von zwei Bedingungen erfüllen, damit aus der Kaufoption eine Kaufpflicht wird. Mit 15 Einsätzen plus dem Klassenerhalt würde sich die Frage gar nicht stellen, ob Krauß beim FC bleibt. Dann würden die Geißböcke die 3,5 Mio. Euro nach Mainz überweisen. Und sollte der 24-Jährige weiter solche Leistungen zeigen wie zuletzt, stünde außer Frage, dass es gut angelegtes Geld wäre.
Jahmai Simpson-Pusey
Stammverein: Manchester City
Kaufoption: 8 bis 10 Mio. Euro
Aktueller Stand: Simpson-Pusey hat in kürzester Zeit beim FC beeindruckt. Der 20-Jährige demonstriert Spielverständnis, Übersicht und Anpassungsfähigkeit. Macht der Engländer so weiter, wird der FC gerne die Kaufoption ziehen, die zwischen acht und zehn Mio. Euro liegt. Die Frage ist, ob Manchester City anschließend von der Rückkaufoption Gebrauch machen würde, die deutlich über zehn Mio. Euro liegen soll. Das hat der FC nicht in der Hand. Sicher ist: Sollte Simpson-Pusey weiter überzeugen wie bisher, würde der FC alles versuchen, um den 20-Jährigen in Köln zu behalten.
Diese Spieler müssen noch überzeugen
Kristoffer Lund
Stammverein: FC Palermo
Kaufoption: 3,0 Mio. Euro
Aktueller Stand: Lund hat bislang in seiner Zeit beim FC einen wechselhaften Eindruck hinterlassen. Sehr solide und zuverlässig zum Saisonstart, sehr fehleranfällig im Herbst mit mehreren verschuldeten Gegentoren. Zuletzt zeigte der in Dänemark geborene US-Amerikaner wieder aufsteigende Form. Die muss der 23-Jährige konservieren, um den FC davon zu überzeugen, die kolportierten drei Mio. Euro zu zahlen, die als Kaufoption festgeschrieben sein sollen.
Cenk Özkacar
Stammverein: FC Valencia
Kaufoption: 2,0 Mio. Euro
Aktueller Stand: Noch schwerer als Lund hat es Özkacar. Der Türke bekam zwar viel Lob von Trainer Kwasniok nach seiner Leistung gegen die Bayern. Gegen Mainz war aber auch ersichtlich, dass der Linksfuß spielerische Defizite hat, die der FC eigentlich beheben möchte. Bislang spielte Özkacar kaum eine Rolle, und sollte er nicht noch eine Leistungsexplosion erleben, werden sich die Wege im Sommer wohl wieder treffen, auch wenn die Kaufoption von zwei Mio. Euro keine große Hürde darstellen würde.
Fazit
Verpflichtet der FC im Sommer 2026 mit Kaminski, Krauß und Simpson-Pusey drei der fünf Leihspieler fest, muss der Club alleine für diese Spieler insgesamt rund 19 Millionen Euro nach Wolfsburg, Mainz und Manchester überweisen. Das zeigt, welche Summen die Geißböcke auch in diesem Jahr wieder bewegen könnten. Mit Lund und Özkacar geht es insgesamt um Klauseln in Höhe von 24 Mio. Euro – dieselbe Summe also, die der FC insgesamt im vergangenen Sommer für neue Spieler investierte.
Kessler wird in diesem Jahr also viel Geld bewegen müssen. Noch viel mehr, sollte auf der anderen Seite ein Verkauf von Said El Mala realistisch werden. Dann würden sich automatisch die Transferpläne der Geißböcke verändern. Doch auch ohne den Verkauf des 19-Jährigen wird der FC viel Geld aufwenden müssen, um den Kader für eine Bundesliga-Saison 2026/27 weiter aufzurüsten.






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