Doppelpack Ache! Der FC siegt sich gegen Mainz ins Glück

Tom Krauß und der FC bejubeln Ragnar Ache. (Foto: Bucco)
Tom Krauß und der FC bejubeln Ragnar Ache. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat in einem Kraftakt den 1. FSV Mainz 05 mit 2:1 (0:1) bezwungen und damit die lange Sieglos-Serie endlich beendet. Matchwinner war Doppelpacker Ragnar Ache.

Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Alexander Haubrichs

Es war das große Knackpunkt-Spiel für den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05 als direktem Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt: Mit einem Sieg wollten sich die Geißböcke vor der Abstiegszone absetzen und den ersten Sieg nach über zwei Monaten einfahren. Kurz vor dem Höhepunkt der Karnevalssession war es bei bestem Winterwetter und zahlreichen Fans in Kostümen auf den Tribünen angerichtet. Und der FC sollte – wenn auch erst in Hälfte zwei – liefern.

Tore und Highlights

19. Minute: Der FC begann mit viel Spielkontrolle und ersten Halbchancen durch El Mala und Kaminski, doch Mainz bekam die erste Großchance. Eigentlich hatte der FC das Spiel unter Kontrolle, doch weil die Geißböcke in der 19. Minute auf der linken Seite nicht aufmerksam waren, konnte sich 05 in den Strafraum spielen. Dort traf Potulski den Ball nicht richtig, trotzdem trudelte dieser gegen den Pfosten. Fast wäre Lee noch gedankenschneller als Schwäbe und Castro-Montes gewesen, doch am Ende konnte der FC-Keeper den Ball unter sich begraben.

29. Minute: Gedankenschnell – oder das genaue Gegenteil – führte dann zum 0:1. Ein simpler Einwurf reichte Mainz zur Führung. Der 34-jährige Innenverteidiger Stefan Bell nahm den Ball im Strafraum an und ließ Eric Martel mit nur einem Ballkontakt stehen wie eine der Leuchtpylonen in Müngersdorf. Bell drehte sich um Martel und schoss den Ball humorlos mit rechts an die Unterkante der Latte. Schwäbe reagierte kaum und sah, wie der Ball hinter sich knapp hinter der Torlinie aufkam. Das 0:1.

Halbzeit: Der FC ging in diesem so wichtigen Spiel mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine, auch weil den Geißböcken bis auf wenige ansehnliche Vorträge über die linke Seite kaum etwas einfiel. Bülter und El Mala hingen in der Luft, aus der Mittelfeld-Zentrale kam einmal mehr wenig. Daher wechselte Kwasniok zur Pause gleich dreifach, brachte mit Ache, Krauß und Lund neue Kräfte und stellte defensiv auf Viererkette um.

57. Minute: Nach der Pause übernahm der FC sofort die Initiative. Nach vorne gepeitscht von der Wucht der Südkurve, begann der FC einen Sturmlauf und wurde nach 57 Minuten belohnt. Sebulonsen gewann in der gegnerischen Hälfte den Ball, Castro-Montes legte sich den Ball auf seinen eigentlich schwächeren Linken und flankte perfekt auf den zweiten Pfosten. Dort stieg Ache hoch und köpfte den Ball an die Unterkante der Latte – der 1:1-Ausgleich!

86. Minute: Danach drückte der FC weiter und wollte die Führung erzwingen. Ache schoss aus zehn Metern mit rechts hauchzart vorbei (65.), dann ließ Bülter zwei gute Chancen aus zwölf Metern und 18 Metern liegen (68./69.). Mainz versuchte über den Kampf zurückzukommen und den Kölner Rhythmus mit Provokationen und Wechseln zu brechen. Schwäbe musste gegen Sieb parieren (81.). Doch dann kam die 86. Minute: Waldschmidt schlug einen Eckball an den ersten Pfosten, Bülter verlängerte und Ache köpfte am langen Pfosten im Fallen zum umjubelten 2:1 ein.

Personal

So spielte der FC: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Cenk (46. Lund) – Maina (73. Waldschmidt), Martel (46. Krauß), Johannesson (46. Ache), Castro-Montes (83. Thielmann) – Kaminski, Bülter, El Mala

Zur Aufstellung: Während Mainz auf die drei erkrankten Amiri, Hollerbach und Weiler verzichten musste, wechselte Lukas Kwasniok nach der Niederlage gegen den FC Bayern erneut auf vier Positionen. Damit tauschte er das gesamte Vierer-Mittelfeld aus. Martel kam für Krauß und rückte auf die Sechs, Johannesson kam für Thielmann und ging ins Zentrum, sodass Maina auf rechts zurückrückte, während Kaminski vorne rechts begann. Bülter rückte für Ache ins Sturmzentrum und Castro-Montes spielte links für Lund.

Fazit

Dem 1. FC Köln ist gegen Mainz ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Als der Schlusspfiff in Müngersdorf ertönte, rissen die FC-Stars die Arme in den Himmel, Tom Krauß jubelte ausgelassen vor der Südkurve, die Spieler fielen sich in die Arme. Erleichterung pur! Dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit verdiente sich der FC diesen so wichtigen Sieg. Vergessen ist die Sieglos-Serie, vergessen die Sorgen der letzten Wochen. Mit 20 Punkten setzte sich der FC von unten ab und kann nun guten Mutes auf die Rückrunde schauen.

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