Maina-Solo reicht nicht: Tapferer FC muss sich Bayern geschlagen geben

Minjae Kim hat gegen den FC zum zwischenzeitlichen 2:1 getroffen. (Foto: IMAGO / HMB-Media)
Minjae Kim hat gegen den FC zum zwischenzeitlichen 2:1 getroffen. (Foto: IMAGO / HMB-Media)

Der 1. FC Köln hat sich gegen den FC Bayern München wacker geschlagen, steht aber am Ende trotzdem mit leeren Händen dar. Trotz Führung mussten sich die Kölner am Ende mit 1:3 (1:1) dem souveränen Tabellenführer geschlagen geben.

Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Alexander Haubrichs

Die wenigen Tage nach dem 2:2-Unentschieden in Heidenheim zum Auftakt in das Pflichtspieljahr 2026 können für den 1. FC Köln durchaus als turbulent beschrieben werden. Insbesondere Lukas Kwasniok war nach dem Plakat der Ultras in den Fokus der Kritik gerückt. Der Trainer versuchte in der Folge, die Aufmerksamkeit wieder auf das Sportliche zu lenken. Das Gute aus FC-Sicht: Das nächste Pflichtspiel ließ nur vier Tage auf sich warten. Das Schlechte: Der Gegner war kein Geringerer als der noch ungeschlagene Rekordmeister aus München.

Tore und Highlights

3. Minute: Beinahe wäre jedoch dem FC der Blitzstart gelungen. Nach einem Ballgewinn von Tom Krauß schalteten die Kölner schnell um. Linton Maina schickte Said El Mala auf der linken Seite auf die Reise, der Angreifer drang bis in den Fünfer ein und scheiterte aus spitzem Winkel an Manuel Neuer. Kurz darauf wurde die Partie dann unterbrochen. Nach einer ausschweifenden Pyro-Show in der Südkurve war das RheinEnergieStadion für acht Minuten derart in Rauch gehüllt, dass an ein Weiterspielen nicht zu denken war.

41. Minute: Der FC spielte in der Folge weiter mutig mit, doch auch die Bayern wurden im Verlauf des ersten Durchgangs stärker. Schwäbe musste gegen Ito per Fußabwehr stark parieren (22.) und hielt dann einen Distanzschuss von Gnabry (34.). Dabei hatte der Keeper Glück, dass er einen unsauberen Rückpass von Simpson-Pusey nicht ins eigene Tor durchließ (36.). Auf der anderen Seite verzog Ragnar Ache knapp neben den langen Pfosten (38.) Dann schlug allerdings die Stunde von Linton Maina: Tom Krauß setzte Serge Gnabry unter Druck und Maina schnappte dem Bayern-Star die Kugel weg. Der Flügelstürmer sprintete vom eigenen Strafraum bis an den gegnerischen Sechzehner und zog mit links einfach trocken ab. Der Ball kam zwar genau auf Manuel Neuer, der Torhüter konnte den Schuss aber nur ins eigene Tor ablenken – 1:0 für den FC.

45.+6 Minute: Bis in die Pause konnten die Kölner ihre Führung aber nicht retten. Nachdem Neuer einen Abschluss von Lund festhalten konnte, spielten es die Bayern schnell nach vorne. Goretzka verlagerte dabei auf Olise, der zu viel Platz hatte, da Lund nicht schnell genug mit zurückgelaufen war. Der Franzose bediente dann Gnabry, der zwar in Richtung Torauslinie abgedrängt wurde, per Aufsetzer aber sehenswert aus spitzem Winkel zum 1:1-Pausenstand traf.

Linton Maina nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0. (Foto: Bucco)

57. Minute: Der erste Chance im zweiten Durchgang gehörte dem FC, genauer gesagt: Jakub Kaminski. Nach einem langen Ball von Krauß war der Pole plötzlich frei durch und ging alleine auf Neuer zu. Doch Kim sprintete dem Kölner hinterher und luchste ihm in letzter Sekunde den Ball vom Fuß. Nur zwei Minuten hatte Kaminski die nächste Chance auf die erneute Führung, seine Direktabnahme aus 16 Metern konnte Manuel Neuer jedoch entschärfen.

71. Minute: Und dann war es wieder einmal ein Eckball, der dem FC zum Verhängnis wurde. Die Bayern wählten eine kurze Variante, nach der Diaz an den zweiten Pfosten flankte. Ito legte per Kopf zurück auf Kim, der keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zum 1:2 aus FC-Sicht einzuköpfen.

84. Minute: In der Schlussphase machten die Bayern dann den Deckel auf die Partie. Luis Diaz wurde auf der linken Seite freigespielt, war aber zunächst allein auf weiter Flur. Der Bayern-Angreifer verschaffte sich Zeit, indem er in die Mitte zog und den Ball behauptete, ehe er mit Übersicht auf Lennart Karl ablegte. Der Youngster schob direkt mit links in lange Eck zum 1:3-Endstand ein.

Personal

So spielte der FC: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Cenk – Thielmann (86. Niang), Krauß, Kaminski, Lund (78. Johannesson) – Maina (67. Schenten), Ache (78. Bülter), El Mala (78. Waldschmidt)

Zur Aufstellung: Im Vergleich zum 2:2-Unentschieden in Heidenheim nahm Trainer Lukas Kwasniok gegen den FC Bayern München vier Änderungen in seiner Startelf vor. Cenk Özkacar, Kristoffer Lund, Said El Mala und Linton Maina begannen für Denis Huseinbasic, Alessio Castro-Montes, Fynn Schenten und den gesperrten Eric Martel.  

Fazit

Der 1. FC Köln hat dem Rekordmeister über weite Strecken die Stirn geboten und hätte im zweiten Durchgang durch Jakub Kaminski durchaus erneut in Führung gehen können. Am Ende setzte sich die individuelle Klasse des ungeschlagenen Tabellenführers jedoch durch. Trotzdem werden die Kölner zumindest Mut aus der Partie für das wichtige Spiel am kommenden Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 mitnehmen können. Zwar gab es auch im achten Spiel in Folge keinen Sieg, dennoch zeigte der FC phasenweise die beste Leistung aus all diesen Partien.

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