Großer Kampf, keine Punkte: Der 1. FC Köln liefert dem FC Bayern München ein intensives und giftiges Duell. Am Ende überragt die Klasse des Rekordmeisters. Die Noten und Zeugnisse für den FC in der Einzelkritik.
Aus Müngersdorf berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Alexander Haubrichs
Tor & Abwehr
Marvin Schwäbe
Seine drei ersten langen Bälle landeten beim Gegner. Mit der ersten starken Parade gegen Ito (22.). Auch gegen Olise zur Stelle (24.). Lenkte Gnabrys Schuss um den Pfosten (34.). Ließ Simpson-Puseys Rückpass über den Spann springen und hatte Glück, dass der Ball nicht ins Tor lief (36.). Bekam das 1:1 aus unmöglichem Winkel per Aufsetzer (45+5.). Hielt Olises Freistoß fest (47.). Konnte beim 1:2 nur zusehen, wie die Bayern die Ecke ins Tor kombinierten (71.). Karl erwischte ihn beim 1:3 auf dem falschen Fuß.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Sebastian Sebulonsen
Erneut musste „SebSeb“ in der Dreierkette aushelfen und machte es wie zuletzt sehr stabil. Lief den langen Ball auf Ito gut ab (24.). Rückte immer wieder rechts raus, um Thielmann zu unterstützen. Ging nach dem 1:2 sogar mit nach vorne und zog so Kane mit sich. Wirkte ballsicher und dachte immer wieder offensiv, was dem FC-Spiel gut tat.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Jahmai Simpson-Pusey
Heimspiel-Debüt für Simpson-Pusey, und dann direkt gegen den FC Bayern: Der Engländer bekam es mit seinem Landsmann, einem gewissen Harry Kane, zu tun. Unglücklicher Rückpass auf Schwäbe, den dieser aber locker hätte kontrollieren können (36.). Konnte Diaz vor dem 1:3 im Strafraum nicht mehr stoppen. Darüber hinaus aber eine konzentrierte und stabile Partie. Bewies, dass er Bundesliga-Niveau hat.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Cenk Özkacar
Özkacar bekam gegen die Bayern noch einmal eine Bewährungsprobe, weil sonst wirklich gar kein anderer Innenverteidiger mehr übrig war. Setzte sich gegen Luis Diaz auf den Hosenboden, klärte kurz danach aber nach Schwäbes Parade. Musste links mit Olise und Laimer aufpassen. Das gelang ihm aber immer wieder gut und er nutzte so seine Chance. Bewies, dass er zur Stelle ist, wenn man ihn braucht.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Mittelfeld
Jan Thielmann
Nach einer überschaubaren Leistung in Heidenheim begann Thielmann erneut auf der rechten Schiene. Defensiv mit großen Aufgaben gegen Luis Diaz und Ito. Ließ sich vom Kolumbianer zu leicht ausspielen (44.). Starke Rettungstat gegen Diaz (60.). Mit großem Kampf, machte mitunter seine guten Ballgewinne aber durch unentschlossene Pässe wieder kaputt.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Tom Krauß
Krauß konnte in Heidenheim eine Duftmarke setzen und begann als Haupt-Abräumer auf der Doppelsechs. Grätschte die erste gefährliche Bayern-Szene mutig weg (20.). Aggressiv und laufstark, immer wieder mit starken Ballgewinnen und robustem Behaupten in den direkten Duellen. Empfahl sich für weitere Startelf-Einsätze.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Jakub Kaminski
Weil Huseinbasic und Johannesson außer Form sind, zog Kwasniok gegen die Bayern Kaminski ins Zentrum – wie schon in der zweiten Hälfte in Heidenheim. Der laufstarke Pole arbeitete unermüdlich defensiv mit und versuchte sich vorne einzuschalten, sobald der FC konterte. Half hinten auch immer wieder links aus, wo die Bayern versuchten Überzahl zu schaffen. Ließ sich bei seiner Großchance in letzter Sekunde noch von Kim ablaufen (56.). Scheiterte zwei Minuten später mit einer Direktabnahme an Neuer. Eine beachtliche Partie auf der für ihn fremden Position.
GEISSBLOG-Note: 2,5
Kristoffer Lund
Der eher kämpferisch orientierte Lund begann links statt des in Heidenheim starken, aber spielerischen Castro-Montes. Verstand sich direkt gut mit El Mala auf der Außenbahn und schaltete sich immer wieder vorne ein. Hatte erst vorne eine Schusschance und kam Sekunden später beim Bayern-Konter zum 1:1 nicht mehr rechtzeitig gegen Olise zurück (45+5.). Machte auf seiner linken Seite eigentlich sehr viel richtig. Ging für die Schlussoffensive vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Isak Johannesson (ab 78.)
Johannesson kam in der Schlussphase für Lund und sollte noch einmal Kreativität bringen, um die Überraschung eines Punktgewinns zu schaffen. Das klappte leider nicht.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Angriff
Linton Maina
Überraschend begann Maina auf der rechten Außenbahn. Spielte direkt einen perfekten Pass auf El Mala (2.). Arbeitete viel ab und half dem FC bei einer stabilen ersten Halbzeit. Dann kam sein großer Auftritt: Ballgewinn am eigenen Strafraum, Sprint über das ganze Feld, Schuss und Tor – Maina machte es in der 41. Minute von hinten bis vorne perfekt zum 1:0 (41.). Nach der Pause mit weniger Druck nach vorne, aber fleißig nach hinten, ehe er für Schenten vom Feld ging.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Ragnar Ache
Mit neuer Frisur spielte Ache erwartungsgemäß auf der Neun. War Schwäbes erster Anspielpartner und rieb sich gegen den ebenso wuchtigen Tah immer wieder auf. Schöne Aktion, als er sich den Ball nach Krauß-Steilpass auf den Linken legte und knapp am langen Pfosten vorbeischlenzte (38.). Darüber hinaus zwar sehr bemüht, aber ohne Glück im Spiel nach vorne. Ging für Bülter vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Said El Mala
El Mala durfte nach seinem Joker-Tor in Heidenheim nun wieder von Beginn an ran. Bekam direkt die erste dicke Chance nach Maina-Steilpass, als er an Neuer scheiterte (2.). Bekam nach der Pyro-Pause von Laimer einen mit, konnte aber weitermachen. Suchte zunächst das Zusammenspiel mit Lund, musste dann aber vermehrt nach hinten arbeiten. War damit so beschäftigt, dass er nach vorne praktisch gar nicht mehr stattfand. Ging für Waldschmidt vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Fynn Schenten (ab 67.)
Schenten kam als erster Joker für Maina in die Partie. Zunächst über rechts, dann auf der Neun lief der 18-Jährige unermüdlich und mit hohem Tempo an. Brachte die Bayern so auch mal in Bedrängnis. Mutiges Heimspiel-Debüt.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Marius Bülter (ab 78.)
Bülter kam in der Schlussphase für Ache und sollte dem Angriff noch mal frische Energie geben. Die verpuffte aber nach dem Tor zum 1:3.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Luca Waldschmidt (ab 78.)
Der zuletzt nicht berücksichtigte Waldschmidt kam zusammen mit Bülter und Johannesson für die Schlussoffensive, die nach dem 1:3 dann aber keinen Schwung mehr aufnahm.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Youssoupha Niang (ab 85.)
Niang durfte sein Heimspiel-Debüt geben, als er unmittelbar nach dem 1:3 in die Partie kam. Traute sich was, kann sich freuen, dass er den Sprung zu den Profis nun geschafft hat.
GEISSBLOG-Note: keine Note








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