Schwäbe verrät Elfmeter-Trick: Das stand auf seiner Trinkflasche

Marvin Schwäbe hat gegen Igor Matanovic einen Elfmeter gehalten. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Marvin Schwäbe hat gegen Igor Matanovic einen Elfmeter gehalten. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Am Ende war es gegen den SC Freiburg keine spielentscheidende Situation mehr. Dennoch hat Marvin Schwäbe den 1. FC Köln mit seinem gehaltenen Elfmeter vorübergehend im Spiel gehalten. Hinterher verriet der Keeper seinen Trick.

Für Lukas Kwasniok war es keiner, für die Freiburger freilich schon: Ob der Elfmeter in der 66. Minute am Ende berechtigt war oder nicht, spielte am Sonntagabend im Europa-Park-Stadion keine Rolle mehr. Alessio Castro-Montes hatte sich in einen Abschluss von Stürmer Igor Matanovic geschmissen und den Ball von der eigenen Hüfte an den nach oben ausgestreckten Arm bekommen. Schiedsrichter Bastian Dankert wartete einen Augenblick einen möglichen Vorteil ab, entschied dann jedoch zielstrebig auf Strafstoß für den SC Freiburg.

Obwohl sich die Szene unmittelbar vor Marvin Schwäbe abspielte, konnte der Torhüter die Situation hinterher nicht klar bewerten. „Für mich ging es sehr schnell“, sagte der Keeper. Zwar brauchte der VAR nicht lange für eine Überprüfung des Strafstoßes, dennoch zog sich die Ausführung einige Augenblicke hin. Schwäbe hatte damit genügend Zeit, einen Blick auf den Spickzettel, der auf seine Trinkflasche im Tor geklebt war, zu werfen.

Dort waren sämtliche mögliche Elfmeter-Schützen des SC Freiburg aufgelistet – inklusive Igor Matanovic. „Wir machen uns vor dem Spiel immer Gedanken, wer wo hinschießen könnte“, sagte der Torhüter und verriet sogar, was bei Matanovic notiert war: „Warten und nach links. So erhofft man sich das, wenn man es sich vorher anschaut“, sagte der FC-Kapitän.

Schon gegen den VfB Stuttgart hatte der Freiburger in die linke untere Ecke geschossen. Gegen den FC jedoch weniger präzise, sodass Schwäbe nur wenig Mühe hatte, den Ball abzuwehren. „Er war nicht gut geschossen, das muss ich mir ankreiden lassen“, sagte der (Fehl-)Schütze hinterher. Da der verschossene Elfmeter am Ende aber keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatte, konnte Matanovic die Situation schnell abhaken. „Es ist geschehen, ich kann es nicht mehr ändern und habe es schon wieder vergessen.“

Beim FC hingegen wird man sich ärgern, dass man aus diesem positiven Momentum kein Kapital mehr schlagen konnte. Die Kölner versuchten zwar noch einmal Druck auszuüben und brachten mit Said El Mala sofort nach dem verschossenen Elfmeter auch noch einen möglichen Unterschiedsspieler. Wirkliche Großchancen konnte sich der FC bis zum Ende aber nicht mehr erspielen. So blieb es letztlich bei der 1:2-Niederlage, die auch ein an diesem Tag starker Marvin Schwäbe nicht verhindern konnte.

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