Torflaute seit zwei Monaten, aber der FC hat den Dauerbrenner der Liga

Jakub Kamiński ist der Dauerbrenner in der Bundesliga. (Foto: Bucco)
Jakub Kamiński ist der Dauerbrenner in der Bundesliga. (Foto: Bucco)

Jakub Kaminski ist bei 1. FC Köln uneingeschränkter Stammspieler und Leistungsträger. Bei der gesamten Bundesliga-Konkurrenz gibt es keinen anderen Spieler, der mehr Minuten gesammelt hat als der Pole.

Sein letzter Treffer ist inzwischen zwei Monate her. Am 22. November hatte Jakub Kaminski bei der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt zuletzt ein Tor für den 1. FC Köln erzielt. Seither wartet der polnische Nationalspieler auf eine weitere Torbeteiligung. In den folgenden sieben Bundesliga-Spielen musste der Offensivspieler jedoch auch auf vier unterschiedlichen Positionen ran.

Trotz dieser Scoring-Flaute ist Kaminski beim FC jedoch nach wie vor einer der wichtigsten Spieler. Der 23-Jährige überzeugt praktisch auf jeder Position, zuletzt musste Kaminski sogar im defensiven Mittelfeld ran – und löste auch diese Aufgabe mit einer beeindruckenden Souveränität. Kein Wunder, dass die Leihgabe des VfL Wolfsburg aus der Startelf von Lukas Kwasniok nicht wegzudenken ist.

Kaminski vor 17 Torhütern in der Bundesliga

Nur ein einziges Mal in dieser Bundesliga-Saison hatte der Trainer seinen Spieler vorzeitig vom Feld genommen: Bei der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin war Kaminski nach der Roten Karte von Rav van den Berg aus taktischen Gründen in der 86. Minute ausgewechselt worden. Da es gegen die Eisernen am Ende acht Minuten Nachspielzeit gab, steht Kaminski von den Einsatzzeiten her lediglich hinter Marvin Schwäbe, der im Tor keine einzige Minute bislang verpasst hat.

Aber mehr noch: Kein anderer Spieler hat bei der Bundesliga-Konkurrenz an den ersten 18 Spieltagen länger auf dem Feld gestanden als Kaminski – im Übrigen auch kein Torhüter. Das ist möglich, da die FC-Spiele bislang durchschnittlich die meiste Nachspielzeit bekommen hatten. Alleine gegen den FC Bayern hatte es in der vergangenen Woche aufgrund der langen Pyro-Unterbrechung im ersten Durchgang einen Nachschlag von elf Minuten gegeben. Am dritten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg waren es in der zweiten Halbzeit sogar 16 Minuten.

Zweitmeiste Sprints, drittbeste Laufleistung

Und so stand Kaminski in dieser Saison 1826 Minuten in der Bundesliga auf dem Platz – im Schnitt also knapp 100 Minuten pro Spiel. Von den Feldspieler kommen da nur Leopold Querfeld und Danilho Doekhi ran (beide 1821), die bei Union beide keine Minute verpasst haben. Ein Unterschied zu den beiden Abwehrspielern ist jedoch, dass Kaminski in jedem Spiel zu den laufstärksten Spielern der Bundesliga zählt.

In Sachen Laufdistanz liegt der Kölner Bundesliga-weit mit 208 Kilometern derzeit auf Rang drei hinter Kaishu Sano von Mainz 05 (211) und Maximilian Eggestein vom SC Freiburg (213). Bei der Anzahl an Sprints ist derweil nur Arijon Ibrahimovic noch fleißiger. Der Heidenheimer kommt bislang auf 399 Sprints, Jakub Kaminski auf 397. Für Kaminski macht das im Schnitt bei 22 Sprints 11,5 Kilometer pro Spiel.

Der gelernte Linksaußen arbeitet also unermüdlich für seine Mannschaft und nimmt auch die vielen Positionswechsel gelassen. Entsprechend dürfte es auch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich Jakub Kaminski auch vor dem gegnerischen Tor wieder das nötige Quäntchen Glück im Abschluss erarbeitet.

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