Wohin mit Kölns „bestem Spieler“? Kaminski ist mehr als nur ein Notnagel

Jakub Kaminski und Lukas Kwasniok. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
Jakub Kaminski und Lukas Kwasniok. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

An zwei der drei vergangenen Spieltage hat Jakub Kaminski beim 1. FC Köln als defensiver Mittelfeldspieler begonnen. Dabei hat der Pole seine Stärken eigentlich auf einer anderen Position. Dennoch weiß Kaminski praktisch überall zu überzeugen.

Aktuell drängt sich beim 1. FC Köln im zentralen Mittelfeld kein Spieler so wirklich auf. Isak Johannesson steckt seit Ende letzten Jahres in einem Formtief. Bei Denis Huseinbasic geben sich Höhen und Tiefen schon die gesamte Saison über die Klinke in die Hand. Tom Krauß hat momentan derweil Eric Martel als zweikampfstarker und defensiv ausgerichteter Sechser abgelöst. In dem Vorhaben, offensive Impulse nach vorne zu setzen, tun sich beide Profis jedoch schwer.

So griff Trainer Lukas Kwasniok gegen den FC Bayern München und zuletzt beim SC Freiburg tief in die Trickkiste und stellte mit Jakub Kaminski seine Allzweckwaffe neben Krauß auf die Doppelsechs. Der Pole hat seine Stärken dabei eigentlich als linker Flügelstürmer, kam in dieser Saison jedoch schon auf diversen Positionen zum Einsatz. Und selbst im defensiven Mittelfeld hat die Leihgabe des VfL Wolfsburg gezeigt, dass er weit mehr als nur eine Notlösung darstellt. Nicht umsonst hatte Kwasniok Kaminski schon im Laufe der Hinrunde als seinen „besten Spieler“ betitelt.

Gegen Stamm-Verein weiter auf der Sechs?

Gegen seinen Stamm-Verein aus der Autostadt könnte Kaminski am Freitagabend demnach wieder auf der Sechs auflaufen. Da Krauß von Kwasniok eine Einsatzgarantie erhalten hat, würde Martel nur spielen, sollte sich der Trainer für zwei defensive Sechser entscheiden. Dann jedoch lahmt die Kölner Offensive bereits im Aufbauspiel. Johannesson und Huseinbasic scheinen im Hintertreffen für die erste Elf zu sein, wenngleich einer der beiden Spieler „näher dran“ sei „als der andere“, wie Kwasniok erklärte.

Allerdings könnte Kaminski am Freitagabend auch auf den Flügeln wieder gebraucht werden. Zwar ist Linton Maina gegen den VfL ähnlich wie Krauß gesetzt, auf der rechten Seite tat sich in Freiburg jedoch Jan Thielmann enorm schwer, einen positiven Einfluss auf das Spiel zu entwickeln. Da zudem Said El Mala aktuell eine erste Delle erlebt (der GEISSBLOG berichtete), könnte am kommenden Spieltag Maina links und Kaminski rechts beginnen – oder umgekehrt.

Eines ist dabei jedoch ausgeschlossen: Auf der Bank Platz nehmen wird Kaminski auf keinen Fall. In der Bundesliga hat der Pole bislang erst vier Minuten verpasst – kein anderer Feldspieler stand Liga-weit länger auf dem Platz als Kölns Dauerbrenner. Die Frage ist nur, auf welcher Position der Nationalspieler diesmal zum Einsatz kommen wird. Optionen hat Lukas Kwasniok dafür zur Genüge.

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