Erst gewünscht, dann angeboten: Zieht Transfer-Kandidat den FC tiefer in den Keller?

Michael Gregoritsch jubelt wieder für den FC Augsburg. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)
Michael Gregoritsch jubelt wieder für den FC Augsburg. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)

Auf ein Team der Stunde folgt direkt das nächste: Der FC Augsburg, bei dem der 1. FC Köln am Freitagabend zum Auftakt des 24. Spieltags gastiert, war zuletzt kaum zu bezwingen. Auch dank des in der Vergangenheit in Köln gehandelten Michael Gregoritsch.

Der Spielplan meint es nicht gut mit dem 1. FC Köln. Stuttgart, Hoffenheim, Augsburg, Dortmund – die letzten und die nächsten Gegner der Geißböcke sind jene Mannschaften, die dem FC Bayern München aktuell an der Spitze der Formtabelle gute Gesellschaft leisten. Die Augsburger, die sich mit vier Siegen aus den jüngsten fünf Partien, darunter ein 2:1-Erfolg in der Allianz Arena, der gröbsten Abstiegssorgen entledigt haben, sind dabei wohl das Überraschungsteam.

Gehörigen Anteil am Aufschwung in der Fuggerstadt hat ein Rückkehrer: Michael Gregoritsch, der schon von 2017 bis 2022 in 129 Bundesliga-Einsätzen für den FCA 31-mal getroffen hatte, kam im Winter per Leihe von Bröndby IF und schlug schnell ein. Dreimal traf der Österreicher in den vergangenen vier Partien.

Stögers ehemaliger Wunschspieler

Für den FC sind das keine guten Nachrichten. In 13 Duellen mit den Geißböcken erzielte Gregoritsch zwei Tore, bereitete drei weitere Treffer vor und ging siebenmal als Sieger vom Platz. Nur gegen Mainz gewann der 31-Jährige noch häufiger.

Es hätte in der Vergangenheit allerdings auch ganz anders kommen können – schließlich wurde Gregoritsch mehrfach mit einem Wechsel zum FC in Verbindung gebracht. Zunächst 2017. Der Stürmer, damals in Diensten des Hamburger SV und ein Verkaufskandidat, galt als Wunschspieler des Kölner Erfolgstrainers Peter Stöger. Gregoritsch wechselte jedoch erstmals nach Augsburg, und Jörg Schmadtke holte stattdessen für eine Rekordsumme den Mainzer Jhon Cordoba. Der Fortgang der Geschichte ist bekannt.

Über Kopenhagen zurück nach Augsburg

Vor dem Auftakt der aktuellen Saison wurde Gregoritsch dann dem Vernehmen nach am Geißbockheim angeboten. Der österreichische Nationalspieler hatte beim SC Freiburg nur noch wenig Aussicht auf Einsatzzeit und begab sich – auch mit Blick auf seine WM-Chancen – auf Vereinssuche. Fündig wurde er schließlich nicht in Köln, sondern beim dänischen Traditionsclub Bröndby.

Nach einer ersten Saisonhälfte mit nur vier Startelf-Auftritten zog Gregoritsch im Januar, zunächst per Leihe, nach Augsburg weiter. Und hier könnte er mit weiteren Treffern dafür sorgen, dass der FC am Freitagabend noch tiefer in den Abstiegskampf reinrutscht. Die vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang sind angesichts der bevorstehenden Aufgaben kein wirklich beruhigendes Polster.

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