FC trotzt dem Regen am Rosenmontag: „Wird eine positiv bekloppte Stimmung“

Ragnar Ache, Jörn Stobbe, Said El Mala, Philipp Liesenfeld und Lukas Kwasniok vor der Abfahrt auf dem FC-Wagen. (Foto: GEISSBLOG)

Nach der Niederlage beim VfB Stuttgart ist für den 1. FC Köln vor dem Rosenmontagszug. Lukas Kwasniok, Said El Mala und Ragnar Ache dürfen in diesem Jahr von den Profis auf dem FC-Wagen mitfahren. Die Stimmen vor der Abfahrt.

Als am Montag um 10 Uhr der Startschuss für den diesjährigen Rosenmontagszug gefallen war, bekam der 1. FC Köln davon noch nichts mit. Erst um 13.50 Uhr macht sich der FC-Wagen mit der Nummer 67 auf den rund 8,5 Kilometer langen Zugweg vom Chlodwigsplatz in der Südstadt bis zur Gregorius-Maurus-Straße. Angesichts des zwischenzeitlich strömenden Regens kam der FC-Tross erst kurz vor der Abfahrt am Wagen an, vertrieb sich die Zeit zuvor noch beim Frühstücken in einem Café.

Von der Profi-Mannschaften dürfen in diesem Jahr Trainer Lukas Kwasniok sowie Ragnar Ache und Said El Mala die jecken Zuschauerinnen und Zuschauer mit Kamelle und Strüßjer versorgen. Zudem auf dem FC-Wagen mit dabei: Präsident Jörn Stobbe, Geschäftsführer Philipp Liesenfeld, die FC-Spielerinnen Marina Hegering und Vanessa Leimenstoll, der Co-Trainer der FC-Frauen Noah Eberhardt, die beiden U19-Trainer Stefan Ruthenbeck und Ahmet Kücükoglu sowie Harald Konopka und Herbert Zimmermann aus dem Club der Legenden.

Viele weitere FC-Profis und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfolgen den Zug derweil wie jedes Jahr von der Tribüne auf dem Heumarkt. Auch die beiden Vizepräsidenten Jörg Alvermann und Ulf Sobek sowie Geschäftsführer Philipp Türoff, Cheftrainerin Britta Carlson und Bereichsleiterin der FC-Frauen, Nicole Bender-Rummler, werden auf der Tribüne nicht nur dem FC-Wagen zujubeln. Besonders aufregend wird der Tag jedoch für all jene, die zum ersten Mal auf einem Wagen im Rosenmontagszug dabei sein dürfen. Das sagten die Beteiligten vor der Abfahrt.

Lukas Kwansiok

„Das ist der Grund, warum ich hier bin und beim FC unterzeichnet habe (lacht). Ich habe natürlich gewusst, dass es etwas ganz besonderes sein wird. Ich freue mich extrem darauf, das Ganze von oben anschauen zu dürfen. Teil davon sein zu dürfen, ist sehr besonders. Ich habe mich nicht darauf vorbereitet und lasse mich überraschen. Es wird sich zeigen, ob wir den Schwung in das nächste Spiel mitnehmen können. Wenn eine ganze Stadt Kopf steht, hilft das einem. Aber das haben wir auch Woche für Woche im Stadion. Das wird hier eine positiv bekloppte Stimmung sein. Das merkt man schon, bevor es losgeht. Wetter-technisch sind wir auf allen vorbereitet. Der Regen tut der Stimmung aber keinen Abbruch. Wir werden weder daran wachsen noch sterben. Mit Ragnar und Said haben wir zwei durchaus populäre Jungs für die Massen ausgewählt. Beim Trainer gab es ja keine andere Wahl.“

Said El Mala

„Der Regen trübt die Stimmung nicht. Es wäre natürlich schöner, wenn der Regen aufhören würde. Ich hoffe es wird alles wahr, was die Jungs uns über den Zug erzählt haben. Ich bin happy, dabei zu sein. Es ist meine erste Fahrt und ich freue mich sehr, mit dem Team und dem Staff auf dem Wagen zu sein und den Leuten Süßigkeiten zuzuwerfen. Das ist ein einmaliges Ding, das für immer in Erinnerung bleibt. Es wird hoffentlich fast wie im Stadion. Die Leute lieben Karneval und für alle, die hier wohnen und aufgewachsen sind, ist es glaube ich der schönste Tag im Jahr. Wir können die Euphorie heute vielleicht schon ein Stück weit mitnehmen. Es zieht einen mit, wenn man sieht, wie man gefeiert und gepusht wird. Wir werden selbst auch für gute Stimmung sorgen. Ich war noch nie in Köln beim Rosenmontagsumzug. Nur als Kind habe ich so etwas erlebt, in Krefeld, wo ich aufgewachsen bin.“

Ragnar Ache

„Alle Jungs, die schonmal dabei waren, haben gesagt, dass es eine geile Erfahrung ist. Das will ich heute auch erleben und gucken, wie es ist. Ich war als Kind in Luisenburg, wo ich aufgewachsen bin, einmal bei einem Rosenmontagsumzug. Wir trinken sowieso nichts, deswegen macht uns das Alkoholverbot auf dem Wagen auch nichts aus.“

Jörn Stobbe

„Es ist meine Premiere mitzufahren. Ich freue mich tierisch darauf. Ich erwarte viel Freude und gute Stimmung, das Wetter ist scheißegal. Oben bilden sich schon erste Freundschaften, der Oberbürgermeister ist direkt bei uns in der Nähe einen Wagen vor uns. Es ist eine tolle Sache. Wir haben mit dem Größten im Präsidium angefangen, die anderen beiden dürfen nächstes Jahr mitfahren (lacht). Wir rotieren da natürlich.“

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