Flucht vor Karneval: „Das wird geregelt!“ FC will Absturz verhindern

Die FC-Stars vor einem Jahr bei der Karnevalssitzung der Geißböcke. (Foto: Bucco)
Die FC-Stars vor einem Jahr bei der Karnevalssitzung der Geißböcke. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln entflieht in der kommenden Woche dem bunten Treiben: Schon an Weiberfastnacht bricht der Tross zum Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart auf. Damit reagiert der FC auf die fatalen Entwicklung der letzten Jahre.

Der 1. FC Köln und der Karnevalsfluch: Seit 2020 hat der FC am Spieltag der Session nach Weiberfastnacht kein Spiel mehr gewonnen. Der letzte Dreier war das spektakuläre 5:0 bei Hertha BSC in der Markus-Gisdol-Saison 2019/20 kurz vor dem Ausbruch der Pandemie. Seitdem herrscht an Karneval beim FC schon vor Aschermittwoch Katerstimmung.

Insbesondere letzte Saison, als der FC nach der vereinseigenen Karnevalssitzung und Weiberfastnacht zum Karlsruher SC musste. Zwei Tage zuvor hatten mehrere Spieler entgegen ein internes Feier-Verbot verstoßen und die Geißböcke daraufhin das Spiel beim KSC verloren. Der folgende Zoff hinter den Kulissen war der Anfang vom Ende von Gerhard Struber und Christian Keller gewesen.

FC reist schon an Weiberfastnacht nach Stuttgart

Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler hat in diesem Jahr keine Lust auf erneute Risiken und setzt statt auf Eigenverantwortung der Spieler auf Kontrolle. Die Geißböcke reisen bereits an Weiberfastnacht aus Köln ab, steigen nach dem Training am Vormittag in den Mannschaftsbus und fahren zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart, welches zwei Tage später samstags stattfindet.

Cheftrainer Lukas Kwasniok wollte die Entscheidung vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig noch nicht bestätigen, ließ aber durchblicken, dass es dazu kommen wird. „Wir haben jetzt nur Leipzig im Kopf“, sagte Kwasniok. „Die anderen Dinge werden im Hintergrund von viel wichtigeren Leuten als mir geregelt. Das werde ich nächste Woche sehr genau erklären.“

Schlechte Erinnerungen an Karnevalsspiele

Kwasniok erklärte zwar auch: „Die Leistung gegen Leipzig spielt mit Blick auf Karneval schon eine Rolle.“ Doch wird der Auftritt gegen RB am Sonntag nichts an der FC-Entscheidung ändern, bereits am Donnerstag nach Stuttgart zu fahren. Ein Feier-Verbot braucht es da nicht. Die Spieler werden einfach direkt von allen Verlockungen ferngehalten. Zu wichtig und zu schwer ist die Partie beim VfB.

Zur Erinnerung: Bereits 2023 musste der FC mit Steffen Baumgart am Karnevalssamstag nach Stuttgart und hatte vorher noch einen großen Feier-Befehl erlassen. Die Folge: Der FC lieferte beim VfB eine überaus schlechte Leistung ab, verlor mit 0:3 und holte in den folgenden fünf Spielen nur zwei Punkte. Schon 2021 hatte es nach einem 0:2 an Karnevalssamstag anschließend eine Neun-Spiele-Sieglos-Serie gegeben, in deren Folge Gisdol seinen Job verlor und der FC fast abgestiegen wäre.

Karneval nur bei guten Leistungen

Kessler und Kwasniok wollen nun diesem drohenden Absturz Einhalt gebieten und die Spieler wohl auch vor sich selbst schützen. Erst der volle Fokus auf Leipzig, dann der frühzeitige Reiseplan nach Stuttgart: Sollten diese beiden Spiele dann aus FC-Sicht gut ausfallen, wäre danach die Möglichkeit für die Spieler, mit Blick auf Rosenmontag den kölschen Traditionen zu frönen. Aber nur dann. Zu wichtig sind diese Spiele, diese Wochen für den FC in der Bundesliga.

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