Sonderlob für dieses Sturmtalent – Kwasniok hat „zwei, drei Jungs“ im Visier

Etienne Borie (re.) gehört zu den Leistungsträgern in der U21. (Foto: Bucco)
Etienne Borie (re.) gehört zu den Leistungsträgern in der U21. (Foto: Bucco)

Lukas Kwasniok testet auch in dieser Woche wieder mehrere Talente bei den Profis des 1. FC Köln. Dabei fällt vor allem ein Stürmer auf, der im vergangenen Sommer noch nicht soweit war.

Als Lukas Kwasniok am Mittwochabend im RheinEnergieStadion weilte, war die Position auf den Rasen eine andere als sonst. Der Cheftrainer des 1. FC Köln saß zusammen mit seinem Trainerteam und zahlreichen FC-Profis auf der Westtribüne und beobachtete das Youth-League-Spiel der U19 gegen Inter Mailand.

Dabei sah der 44-Jährige nicht nur zwei seiner Spieler, Fynn Schenten und Youssoupha Niang standen in der Startelf, Schenten erzielte das zwischenzeitliche 1:1. Kwasniok sah auch diverse andere Talente, die nicht nur ein gutes Spiel machen wollten, sondern sich auch bewusst waren, dass der gesamte FC in diesem Moment ganz genau hinsah.

So fällt Kwasnioks Youth-League-Fazit aus

So verwunderte es nicht, dass Kwasniok am Freitag positiv auf das Spiel zurückschaute. „Es war ein tolles Ereignis. Das hat weltweit noch kein Verein hinbekommen. Teil des Ganzen zu sein, das Spiel zu genießen, war für alle Menschen ein super Ereignis“, sagte der FC-Trainer. „Logisch war es traurig, dass es hinten raus weggekippt ist. Inter war vielleicht einen Tick weiter, aber es war bravourös, wie der FC es gespielt hat.“

Und dann hatte Kwasniok noch diesen einen Satz für die FC-Talente bereit, auf die wohl alle gehofft hatten: „Da haben sich zwei, drei Jungs auf meinem Zettel verewigt. Wie lange sie darauf bleiben, liegt an ihnen.“ Wer es war, wollte der FC-Coach freilich nicht verraten. Nur, dass er sich auch in den nächsten Wochen und Monaten diese Talente genau anschauen will. „Ich habe jetzt schon zwischen 15 und 20 Spieler aus der U19 und der U21 bei uns im Training gesehen. Und ich will sie auch sehen.“

Kwasniok: Borie ein „sehr positives Beispiel“

Ein Talent, das am Mittwoch nicht auf dem Rasen stand, durfte dagegen sich am Donnerstag zeigen. Zusammen mit drei weiteren Talenten trainierte Etienne Borie mit den Profis. Der 19-Jährige hatte sich im Sommer in der Vorbereitung zeigen können, war aber in Kwasnioks Augen noch nicht soweit gewesen. Das scheint sich nun geändert zu haben. „Gestern gab es ein sehr positives Beispiel: Etienne Borie hatte im Sommer noch Nachholbedarf, hat aber seitdem einen sehr großen Schritt gemacht. Das hat man jetzt im Training gesehen.“

Das Sonderlob war die Folge einer starken Entwicklung unter Evangelos Sbonias. Zwei Tore und eine Vorlage in den letzten vier Pflichtspielen sind eines der Zeichen, die der FC von dem Sturmtalent sehen wollte. Nun könnte Borie seine Chance bald bei den Profis bekommen. Zusammen mit Schenten und Niang gilt der gebürtige Karlsruher schon länger als eines der größten Talente im FC-Nachwuchs. Nun scheint er die nächste Stufe zu zünden, um spätestens zur neuen Saison bei den Profis anzugreifen.

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