Sogar Solbakken war besser: Kwasniok jagt diesen traurigen FC-Rekord

Das Bild ist eine Montage von Stale Solbakken und Lukas Kwasniok
Kwasniok vor traurigem Rekord: Selbst Stale Solbakken hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Punkte als FC-Coach. (Fotos: Imago/Harder und Imago/kolbert press Peter Fast, Montage: Geissblog)

Die Abstiegsplätze rücken für den 1. FC Köln in immer bedrohlichere Nähe. Die Punktausbeute seit dem zwölften Spieltag ist alarmierend. Und Trainer Lukas Kwasniok jagt einen traurigen Rekord von Stale Solbakken.

In dieser Saison schien der 1. FC Köln lange jenseits von Gut und Böse. Doch nach der 0:2-Niederlage beim FC Augsburg herrscht nun Alarmstufe Rot. Der Trend ist mehr als besorgniserregend: Nach dem starken Start im ersten Saisondrittel geht es in den letzten dreizehn Spielen immer weiter bergab.

Das erinnert stark an die Saison 2011/12, als man unter dem damaligen Trainer Stale Solbakken im November an die internationalen Ränge heranreichte, ehe eine beispiellose Serie von Pleiten, Pech und Pannen mit vielen Verletzungen, Streitereien und Skandalen den Verein ins Bodenlose stürzen ließ.

Stale Solbakken holte 0,97 Punkte pro Spiel

Solbakken firmiert mit einem Punkteschnitt von 0,97 zum Zeitpunkt seiner Entlassung am 30. Spieltag als schlechtester FC-Trainer aller Zeiten, der mit dem FC eine Saison begonnen hat. Weniger Punkte pro Spiel holte zwar Uwe Rapolder, der aber schon nach einer grauenhaften Hinserie mit nur 0,71 Punkten pro Partie freigestellt worden war.

Doch nun jagt Lukas Kwasniok Solbakkens traurigen Rekord. Am 24. Spieltag hatte Solbakken, inzwischen als norwegischer Nationalcoach erfolgreich und für die Weltmeisterschaft im Sommer qualifiziert, nach einem Remis in Hoffenheim noch 25 Punkte auf dem Konto. Er gewann das folgende Heimspiel gegen Hertha, holte danach aber nur noch einen Punkt und musste nach einem 0:4 in Mainz gehen.

Nur zehn Punkte aus 15 Spielen

Für das Hier und Jetzt noch alarmierender: Nach dem starken Start unter Kwasniok mit 14 Punkte aus neun Spielen (1,55 Punkte pro Spiel), rutschte der FC danach mit zehn Punkten in 15 Partien auf bodenlose 0,66 Zähler pro Spieltag ab. Eine Ausbeute, die noch nie über eine ganze Saison hinweg zum Klassenerhalt gereicht hätte.

Der absolute Minuswert lag beim Hamburger SV, der in der Saison 2013/14 mit 27 Punkten und einem Schnitt von 0,79 in der Bundesliga blieb. Angesichts der Leistungen der Konkurrenz in diesem Jahr ist das aber illusorisch.

Lukas Kwasniok wirkt erstmals ratlos

Und Kwasniok? Er klang am Freitagabend in Augsburg erstmals ratlos und beschwor eine Sensation gegen Borussia Dortmund herauf: „Wir stehen mit 24 Punkten über dem Strich. Das zeigt, dass nicht alles bodenlos ist. Im Gegenteil: Wir sind komplett in der Verlosung dabei. Es wird aber auch Zeit, diesen Samstagabend-Fluch zu beenden und einen großen Club zu schlagen. Denn am Ende, dabei bleibe ich, werden wir circa 35 Punkte brauchen“, sagte der 44-Jährige. Denn auch wenn diese Statistik nur Nebensache ist und unklar ist, wie viel Zeit ihm bleibt: Als schlechtester FC-Coach aller Zeiten will Kwasniok nun sicher nicht in die Annalen eingehen.

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