„Starkes internationales Netzwerk“: FC bestätigt Verstärkung für Transfermarkt

Tim Steidten am Geißbockheim. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Tim Steidten am Geißbockheim. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Der 1. FC Köln hat einen neuen Kaderplaner: Am Donnerstag hat der Verein die Zusammenarbeit mit Tim Steidten offiziell bestätigt. Was sich Thomas Kessler von dem „erfahrenen Experten“, wie es in der Club-Mitteilung heißt, erhofft.

Er soll dem 1. FC Köln helfen, neue Spieler zu verpflichten – doch am Donnerstagmittag machte der FC erst mal seine Verpflichtung offiziell: Tim Steidten heuert wie erwartet am Geißbockheim an. Der 41-Jährige hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben, fungiert künftig als Direktor Kaderplanung & Recruiting. Somit ist Steidten auf dem Transfermarkt ab sofort der wichtigste Helfer von Sportboss Thomas Kessler.

„Der Bereich ‘Kaderplanung und Recruiting’ ist ein zentraler Baustein unserer sportlichen Ausrichtung beim FC. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit Tim Steidten eine Persönlichkeit für uns gewinnen konnten, die in diesem Bereich über große Erfahrung und ein starkes internationales Netzwerk verfügt. Mit seiner Expertise wollen wir unsere Prozesse weiter schärfen und neue Impulse setzen“, erklärt Kessler.

Kessler will klarere Kaderplanung

Der FC-Sportboss unterstreicht die Bedeutung des neu geschaffenen Postens: „Die strukturelle Neuordnung ist ein wichtiger Schritt, um unsere Kaderplanung künftig noch klarer, vorausschauender und nachhaltig erfolgreich aufzustellen.“

Steidten selbst sagt: „Nach meiner Zeit in der Premier League bin ich froh, zurück in der Bundesliga zu sein. Im vergangenen Jahr habe ich mir bewusst eine Auszeit genommen und für mich klar definiert, was mir für meine nächste Aufgabe wichtig ist. Thomas hat mir in unseren Gesprächen eine klare Struktur aufgezeigt, wie beim FC künftig im Bereich Recruiting und Scouting gearbeitet werden soll.“

Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der FC künftig stabil in der Bundesliga spielt.

Tim Steidten

Kessler war offenbar der entscheidende Mann, um Steidten vom FC zu überzeugen. Auch auf menschlicher Ebene habe es „direkt gepasst“, so der neue Kaderplaner: „Thomas ist ambitioniert, und keiner kennt den FC und seine Herausforderungen besser. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und dem gesamten Team aus dem Sport – und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der FC künftig stabil in der Bundesliga spielt.“

Der frühere Mittelfeldspieler (unter anderem SV Meppen und VfL Oldenburg) war zuletzt, von Juli 2023 bis Februar 2025, als Technischer Direktor für West Ham United tätig. Mit seinem Engagement beim FC kehrt Steidten in die Bundesliga zurück. 2008 hatte seine Funktionärslaufbahn bei Werder Bremen begonnen. Anschließend, ab 2019, arbeitete er als Scouting-Chef und Sportkoordinator für Bayer Leverkusen.

FC-Umbau schreitet voran

Am Geißbockheim hofft man, dass Steidten nun ein ähnliches Näschen beweist wie bei vielen erfolgreichen Deals in der Vergangenheit. Bremen verhalf er unter anderem zur Verpflichtung von Serge Gnabry, in Leverkusen wirkte er beispielsweise bei den Transfers von Edmond Tapsoba, Jeremie Frimpong und Piero Hincapie mit.

Mit Steidten stellt der FC seine sportliche Leitung wie von Kessler geplant und gewünscht breiter auf. Der neue Kaderplaner ist einer von vier Direktoren, die dem Sport-Geschäftsführer zuarbeiten. Lukas Berg hat bereits seit dem vergangenen Sommer den Posten des Technischen Direktors inne, Nachwuchschef Markus Halfmann und Frauen-Bereichsleiterin Nicole Bender-Rummler sollen künftig ebenfalls auf Direktorenebene fungieren.

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