Erst die Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln, dann das Comeback in der Bundesliga – das ist weiterhin der feste Plan von Timo Hübers. Der Aufstiegskapitän der Geißböcke hat ein Update zu seiner Reha und den Gesprächen mit Thomas Kessler gegeben.
Über die 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen ärgerte sich Timo Hübers lediglich vor dem Fernseher. Der verletzte Innenverteidiger des 1. FC Köln trieb seinen Rehaprozess zuletzt fernab vom Geißbockheim in den Bergen voran, wie er seinen Instagram-Followern mit einer launigen Fotoauswahl zeigte.
Doch auch abseits von Köln fieberte und litt Hübers mit seinen Teamkollegen, die sich im Derby einfach nicht belohnten. Er habe eine „super starke Mannschaft“ gesehen, „der das Glück nicht vergönnt war“, sagt der Ex-Kapitän nun im Interview mit Radio Köln und glaubt: „Trotzdem gibt der Auftritt Mut, dass wir das Ding über die Ziellinie bringen.“
Hübers „echt auf einem richtig guten Weg“
Hübers ist optimistisch, dass der FC erstklassig bleibt und er selbst in der kommenden Saison wieder die Bundesliga-Bühne betritt. Mehr als ein halbes Jahr nach seiner schweren Knieverletzung in Dortmund gehe es ihm „ziemlich gut“, berichtet der 29-Jährige, der zu Beginn der Woche aus den Bergen ans Geißbockheim zurückkehrte.
Hier läuft seine Reha weiter, Hübers schuftet täglich mehrere Stunden fürs Comeback. Aktuell auf dem Plan: „Krafttraining für die vordere Kette des Oberschenkels, weil ich schon ein Kraftdefizit habe – alleine dadurch, dass ich lange auf Krücken war und die Muskeln recht schnell flöten gehen. Der Fokus liegt darauf, sich die Kraft wiederzuholen, damit der Muskel wächst. Das sind schon anstrengende Einheiten.“
Ich möchte euch nicht unbedingt mit an den Tisch setzen, aber ich glaube, wir sind auf einem ganz guten Weg, uns einig zu werden.
Timo Hübers über seine Vertragsverlängerung beim FC
Nach wie vor treibt ihn das Ziel an, wieder für den FC auf dem Rasen zu stehen. „Der Wunsch hat sich verfestigt. Ich bin davon kein Stück abgerückt – im Gegenteil: Ich bin dem Ganzen ein Stück näher gekommen.“ Mittlerweile braucht er seit vier Monaten keine Krücken mehr. „Dafür bin ich echt auf einem richtig guten Weg.“ Hat er sein Kraftdefizit aufgeholt, könne er wieder ins Springen und Laufen kommen. „Das ist das nächste Ziel. Ich kann das Knie im Krafttraining weitestgehend voll belasten und kann für die Muskeln gute Reize setzen.“
Keine Selbstverständlichkeit – das weiß Hübers selbst: „Es war eine Knieverletzung, die nicht so super alltäglich ist. Es gibt gute Beispiele, die das auch schon überstanden haben, aber es war schon eine heftigere Verletzung.“ In der Reha gebe es nun immer wieder „kleine Meilensteine“ zu feiern. „Ich tue gut daran, mich daran hochzuziehen und nicht so sehr in den Rückspiegel zu schauen“, verrät der gebürtige Hildesheimer seine Marschrichtung.
Hübers will „noch ein paar gute Fußballjahre haben“
Parallel laufen die Gespräche mit Thomas Kessler bezüglich einer Vertragsverlängerung. Hübers‘ auslaufendes Arbeitspapier soll zunächst für eine Saison verlängert werden, wohl zu stark leistungsbezogenen Konditionen. Bereits in den vergangenen Monaten haben beide Seiten offenbart, dass eine weitere Zusammenarbeit angestrebt ist.
Hübers gibt aktuelle Einblicke: „Ich möchte euch nicht unbedingt mit an den Tisch setzen, aber ich glaube, wir sind auf einem ganz guten Weg, uns einig zu werden. Und ich glaube auch nicht, dass es noch so lange dauert.“
Nach der Unterschrift und seinem Comeback in der kommenden Saison ist es sein „absolutes Ziel, noch ein paar gute Fußballjahre zu haben“. Planbar sei das aber nicht. „Wenn mich der Fußball eines gelehrt hat in den letzten Jahren, dann dass alles oft super kurzfristig ist. Man stolpert in Sachen rein oder bleibt länger, als man am Anfang denkt, wenn sie einem ans Herz gewachsen sind.“ Den Blick in die Glaskugel habe er sich daher abgewöhnt.








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