Bei Schlüssel-Personalie: Kessler kündigt „zeitnahe Entscheidung“ an

Bei Eric Martel steht eine zeitnahe Entscheidung über seine Zukunft bevor. (Foto: IMAGO / Schmidt)
Bei Eric Martel steht eine zeitnahe Entscheidung über seine Zukunft bevor. (Foto: IMAGO / Schmidt)

Eric Martel gehört trotz auslaufendem Vertrag am Sonntag nicht zu den Spielern, die der 1. FC Köln vor dem letzten Heimspiel der Saison offiziell verabschieden wird. Sportchef Thomas Kessler kündigt jedoch eine zeitnahe Entscheidung hinsichtlich Martels Zukunft an.

Das letzte Heimspiel in dieser Saison wird Eric Martel beim 1. FC Köln verpassen. Der Sechser hatte gegen Union Berlin seine zehnte Gelbe Karte gesehen und wird das Spiel am Sonntagabend gegen den 1. FC Heidenheim nicht mit auf dem Rasen erleben können. Gleiches gilt auch vor dem Anpfiff: Anders als andere Profis wird Martel trotz aktuell auslaufendem Vertrag nicht offiziell verabschiedet.

Obwohl die Ligazugehörigkeit des FC praktisch geklärt ist und die Kölner auch in der kommenden Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Bundesliga spielen werden, ist die sportliche Zukunft von Martel noch ungewiss. „Da gibt es noch keinen neuen Stand“, erklärte Thomas Kessler am Donnerstag. Der Sportchef bestätigte jedoch, mit der Spielerseite „im Austausch“ zu sein. Zudem kündigte er ergebnisoffen an: „Da wird es zeitnah eine Entscheidung geben.“

Martel-Entscheidung hat Einfluss auf Kaderplanung

Wie diese Entscheidung ausfallen wird, ist zum derzeitigen Stand noch völlig ungewiss. Dass im Sommer unterbreitete Angebot hatte der FC zwischenzeitlich zurückgezogen. Doch die Funkstille zwischen den Parteien ist längst beendet. Und Kessler hat nach Informationen des GEISSBLOG eine Offerte vorgelegt, die von Martel und seinem Umfeld als wertschätzend und mehr als akzeptabel empfunden wird. Den Interessenten aus der Premier League hat der frühere U21-Kapitän eine Absage erteilt, konkurrenzlos ist der 1. FC Köln allerdings nicht.

Ein ablösefreier, bundesligaerfahrener Sechser mit deutschem Pass und vorbildlichem Charakter, der von 30 Spielen 29 in der Startelf stand, weckt auch bei der Konkurrenz Interesse, mindestens zwei unterschriftsreife Offerten sollen vorliegen. Doch der FC spielt eine Sonderrolle, weil Martel Vertrauen in die Macher Kessler und Tim Steidten hat, sich in Mannschaft und Stadt wohlfühlt.

Sollte sich Martel für einen Verbleib entscheiden und mit dem FC auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, hätte das freilich auch einen Einfluss auf die Kölner Kaderplanungen. „Wir wollen an der Mannschaft Dinge verändern“, kündigte Kessler an. „Die Frage ist, wie groß diese Veränderung am Ende sein wird.“ Da mit Tom Krauß ein weiterer zweikampfstarker Sechser bleibt, hätte der FC mit einer Martel-Verlängerung zumindest was das Thema defensive Robustheit im Mittelfeld angeht Planungssicherheit.

Klassenerhalt vereinfacht Gespräche

Inzwischen haben die Kölner ein Argument zumindest auf ihrer Seite: Der FC wird in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen. Bis zuletzt hatte Kessler seinen Kader noch zweigleisig planen müssen. „Wenn die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du in der Bundesliga bleibst, vereinfacht das die Gespräche mit potentiellen Neuzugängen.“ Doch nicht nur mit diesen Spielern werden die Verhandlungen durch den Klassenerhalt leichter. Für Martel war der Ligaerhalt Grundvoraussetzung für eine Verlängerung. Eine Entscheidung soll unmittelbar nach dem Saisonfinale beim FC Bayern München erfolgen.

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