Bleibt René Wagner auch in der kommenden Saison Cheftrainer beim 1. FC Köln oder nicht? Geht es nach Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, hat der 37-Jährige beste Chancen auf ein längerfristiges Engagement.
Bereits als René Wagner Ende März als Nachfolger von Lukas Kwasniok zum Cheftrainer beim 1. FC Köln befördert wurde, war klar: Der 37-Jährige wird die Chance bekommen, sich für eine längerfristige Aufgabe zu empfehlen. Sollte Wagner den Klassenerhalt schaffen, würde ihm wohl seine erste hauptamtliche Beschäftigung als Bundesliga-Trainer übertragen werden.
In der nackten Theorie ist der Klassenerhalt zwei Spieltage vor dem Saisonende zwar noch nicht realisiert. Nach menschlichem Ermessen können die Kölner Verantwortlichen jedoch bereits jetzt für die kommende Saison im Fußball-Oberhaus planen. Dabei steht eine Entscheidung über allen anderen: Wer führt die Geißböcke in die neue Bundesliga-Spielzeit? Wie der GEISSBLOG am Mittwoch berichtete, soll Wagner mit dem 1. FC Köln als Cheftrainer in die kommende Bundesliga-Spielzeit gehen.
Wagner-Beförderung „nicht aus einer Laune heraus“
Ganz so offensiv wollte es Thomas Kessler am Donnerstag öffentlich noch nicht formulieren. Zwischen den Zeilen machte der Sport-Geschäftsführer jedoch deutlich, was er von Wagner hält. „René hat die kleinen Stellschrauben genau in den richtigen Momenten verändert. Wir haben die nötigen Punkte geholt, in extrem wichtigen Auswärtsspielen gepunktet und das Spiel zuhause gegen Werder Bremen gewonnen. Ich erlebe ihn in der täglichen Arbeit und er macht einen sehr guten Job“, lobte der 40-Jährige die Arbeit des Trainers.
Die Frage, ob der Sportchef Wagner auch mittel- bis langfristig den Job als Hauptverantwortlicher in der Bundesliga zutraue, beantwortete Kessler „definitiv“ mit Zustimmung. „Ihm in dieser Situation, mit zwei Punkten vor dem Relegationsrang, das Heft des Handelns in die Hand zu geben, macht man nicht aus einer Laune heraus, sondern aus absoluter Überzeugung.“ Dies habe Kessler im März getan und könne sich vorstellen, „das auch in Zukunft zu machen.“
Entscheidung muss durch den Gemeinsamen Ausschuss
Für Kessler scheint die Situation also klar zu sein, Wagner sein präferierter Trainer für den nächsten größeren Umbruch im Sommer. Doch der Geschäftsführer ist am Geißbockheim nicht der alleinige Entscheider, die Trainer-Frage muss auch von den Gremien abgesegnet werden. „Ich bin sicher nicht der Einzige, der bei so einer Entscheidung am Tisch sitzen wird“, sagte Kessler. „Aber es liegt in meiner Verantwortung, Dinge vorzuschlagen und nach meinem Gusto vorzustellen.“
Dabei wird immer deutlicher, dass der ehemalige Torhüter zu gegebenem Zeitpunkt Wagner dem Gemeinsamen Ausschuss als Dauer-Lösung präsentieren wird. Einzig im Falle einer enttäuschenden Niederlage am Sonntag gegen Heidenheim und einer klaren Pleite am letzten Spieltag in München, könnte sich der Wind am Geißbockheim noch einmal drehen. Entsprechend fügte auch Kessler an: „Es liegt in meinem Aufgabenbereich, mir in alle Richtungen Gedanken zu machen.“ Jedoch mit der Überzeugung, „dass wir um heutigen Zeitpunkt sehr zufrieden sind, mit dem, was René gemacht hat.“
Wagners Bilanz: Sechs Punkte aus fünf Spielen
Unter Wagner hat der 1. FC Köln sechs Punkte aus fünf Spielen geholt, dabei einen Sieg, drei Unentschieden und eine unglückliche Niederlage eingefahren. Kessler schätzt dabei insbesondere den Umgang Wagners mit der Mannschaft sowie die interne Kommunikation, sieht in ihm eines der größten Trainer-Talente der Bundesliga. Sollte an den verbleibenden Spieltagen nichts außergewöhnliches mehr passieren, dürfte der 37-Jährige dann in der kommenden Saison auch die spielerische Weiterentwicklung vorantreiben dürfen. Zumindest, wenn es nach dem Sportchef geht.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!