Der 1. FC Köln schaut bei der Kaderplanung für die kommende Saison nach Skandinavien. Neben Abubacarr Sedi Kinteh, bei dessen Club die Geißböcke bereits zweimal abgeblitzt sein sollen, gilt auch Silas Andersen weiterhin als Kandidat.
Während der 1. FC Köln kurz vor dem Saisonabschluss steht, hat für Silas Andersen bereits die neue Spielzeit begonnen. Die schwedische Allsvenskan, in der der Mittelfeldakteur nach wie vor für BK Häcken im Einsatz ist, wird von April bis November ausgetragen. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass Andersen das Saisonende nicht mehr beim Verein aus Göteborg verbringen wird.
Dem FC wurde bereits im Januar reges Interesse am Dänen nachgesagt. Damals sollen die Kölner vier Millionen Euro geboten haben, Häcken soll laut übereinstimmenden Medienberichten aus Skandinavien auf mindestens sieben Millionen Euro bestanden haben. Statt zu wechseln, verlängerte Andersen seinen Vertrag – wohl vor allem aufgrund einer Gehaltsanpassung. Denn in Göteborg rechnet man durchaus mit einem zeitnahen Abschied des 21-Jährigen.
Häcken rechnet mit Abgang von Andersen
Ein Verbleib bei Häcken sei „fraglich“, erklärt Sportchef Erik Friberg gegenüber der schwedischen Boulevardzeitung Expressen und gibt ehrlich zu: „Es fühlt sich so an, als sei er bereit, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Es war toll, dass er etwa 18 Monate hier war.“ Im Sommer wird es eineinhalb Jahre her sein, dass Andersen vom FC Utrecht nach Göteborg wechselte.
Wenngleich man den zentralen Mittelfeldspieler nicht kampflos ziehen lassen möchte. „Natürlich hätten wir ihn am liebsten noch ein halbes Jahr oder ein Jahr länger hier. Aber ich glaube, das könnte schwierig werden. Der Markt wird das entscheiden. Er ist so gut und bereit für den nächsten Schritt“, betont Friberg noch einmal.

Andersen gilt als einer der talentiertesten Spieler der Allsvenskan – und der 1. FC Köln, der noch immer nicht weiß, was mit Eric Martel passiert, gilt weiterhin als interessiert. Darüber hinaus sollen auch der Hamburger SV und Trabzonspor ihre Fühler nach dem dänischen U21-Nationalspieler ausgestreckt haben. Das Hamburger Abendblatt bezifferte eine mögliche Ablöse zuletzt auf vier bis sechs Millionen Euro. Fraglich, ob das zu den Forderungen aus dem Januar passt. Geschätzt wird Andersens Wert auf zwei Millionen Euro.
Sechs Millionen Euro für Abubacarr Sedi Kinteh?
Ein weiterer Kandidat aus den skandinavischen Ligen ist Abubacarr Sedi Kinteh vom norwegischen Spitzenreiter Tromsø IL (der GEISSBLOG berichtete). Mit dem pfeilschnellen Innenverteidiger sollen sich die Geißböcke laut Sky mündlich bereits einig sein, Tim Steidten habe die Gespräche zuletzt intensiviert.

Mit Tromsø hingegen kann von einer Einigung offenbar noch keine Rede sein. 3,5 Millionen Euro soll der FC geboten haben – zu wenig für die Norweger. Der italienische Transferjournalist Rudy Galetti wiederum berichtet von einer Offerte in Höhe von fünf Millionen Euro, die ebenfalls bereits abgelehnt worden sei. Im Sinn hat Tromsø laut Sky mindestens sechs Millionen Euro sowie eine hohe Weiterverkaufsbeteiligung.
Kessler will „Kader optimieren“
Als Linksfuß und mit einem Top-Speed von knapp 37 km/h würde Kinteh bei der Kölner Innenverteidiger-Suche genau ins Raster passen. Mit seinen 19 Jahren bringt der gambische Nationalspieler zudem ein immenses Entwicklungspotenzial mit. „Es geht darum, dass wir uns Schritt für Schritt in allen Bereichen weiterentwickeln wollen“, blickte Thomas Kessler zuletzt auf den Transfersommer voraus.
Um auch in der kommenden Saison wieder die Klasse zu halten, müsse die Mannschaft „punktuell“ verstärkt werden, so der Sportchef, der bereits vor dem ernüchternden 1:3 gegen Heidenheim offenbarte: „Es war nicht alles rosig, was wir diese Saison gemacht haben. Wir werden genau schauen, was für uns möglich ist, um diesen Kader zu optimieren.“ Womöglich helfen zwei Zugänge aus Skandinavien.







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