Rasmus Carstensen hat binnen eines Jahres seinen zweiten Titel feiern können. Mit Aarhus GF krönte sich der Rechtsverteidiger zum dänischen Meister. Eine Rückkehr zum 1. FC Köln kommt wohl dennoch nicht in Frage.
Hatte Rasmus Carstensen während der laufenden Saison keines der 22 Hauptrunden-Spiele mit Aarhus GF verpasst, konnte der Rechtsverteidiger während der Meisterrunde nur an den ersten beiden Spieltagen in Dänemark eingreifen. Anschließend bremste den 25-Jährige eine nicht näher bekannte Verletzung aus – sodass er nicht nur die letzten sieben Saisonspiele verpasste, sondern beim vorzeitigen Erreichen des Meistertitels auch nicht mit auf dem Rasen stehen konnte.
Mit 2:0 setzte sich Aarhus am Sonntag gegen Bröndby durch, während Verfolger Midtjylland nicht über ein 0:0 gegen Nordsjaelland hinaus kam. Carstensen hat damit nun schon seinen zweiten Titel innerhalb eines Jahres feiern dürfen. In der vergangenen Spielzeit stand der Leihspieler des 1. FC Köln in der Rückserie bei Lech Posen unter Vertrag – und holte auch mit den Polen in der Ekstraklasa die Meisterschaft. Doch statt mit dem Erfolg im Rücken zum Bundesliga-Aufsteiger zurückzukehren, zog es Carstensen auf Leihbasis in seine Heimat zurück.
FC zog Kaufoption wegen Transfersperre
Beim 1. FC Köln wurde der Däne nie wirklich glücklich. Zunächst war der Abwehrspieler, der in dieser Saison fünf Tore und zwei Vorlagen für Aarhus erzielte, 2023 auf Leihbasis vom KRC Genk ans Geißbockheim gewechselt. Obwohl sich Carstensen nicht nachhaltig durchsetzen konnte und insbesondere in der Rückrunde der Kölner Abstiegssaison kaum noch auf Spielzeit kam, zog der FC auch aufgrund der vorherrschenden Transfersperre die Kaufoption.
In der anschließenden Zweitliga-Saison stand Carstensen allerdings nur noch drei Mal unter Ex-Trainer Gerhard Struber auf dem Feld. Im Winter zog es den gebürtigen Virklunder schließlich nach Posen und anschließend weiter nach Aarhus. Dort wird Carstensen wohl auch in Zukunft spielen. Die Dänen haben sich im vergangenen Sommer eine Kaufoption gesichert und werden diese aller Voraussicht nach auch aktivieren.
Carstensen bleibt in Aarhus, Rondic wieder auf Suche
Das hatte Sportdirektor Carsten Jensen bereits im Saisonverlauf durchblicken lassen. Zwar hatte sich Carstensens Verletzung zuletzt als hartnäckiger herausgestellt als ursprünglich gedacht. Mehr als ein Saisonaus droht dem Profi jedoch nicht, sodass einem festen Wechsel nach Aarhus im Sommer nichts im Wege stehen dürfte. Der FC wird für den Transfer rund 1,2 Millionen Euro bekommen und damit in etwa mit jener Summe entschädigt, die damals auch nach Genk geflossen ist. Am Geißbockheim sehen wird man Carstensen damit wohl eher nicht mehr.
Ähnliches gilt auch für Imad Rondic. Der Stürmer hat anders als Carstensen jedoch nichts zu feiern. Durch die Ergebnisse vom vergangenen Wochenende ist der Leihspieler mit Münster endgültig in die Dritte Liga abgestiegen. Ein Verbleib bei den Preußen ist jedoch genauso unwahrscheinlich wie eine Rückkehr zum FC. Rondics Berater hatte zuletzt bereits angekündigt, Angebote für seinen Spieler vorliegen zu haben (der GEISSBLOG berichtete). Eines haben Rondic und Carstensen trotz unterschiedlicher sportlicher Gefühlswelten gemeinsam: Eine dauerhafte Rückkehr zum 1. FC Köln wird es im Sommer nicht geben.






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