Deutliche Kritik vor dem Highlight: „Das ist manchmal menschlich, aber…“

Britta Carlson am Donnerstag zusammen mit René Wagner auf der Pressekonferenz. (Foto: Bucco)
Britta Carlson am Donnerstag zusammen mit René Wagner auf der Pressekonferenz. (Foto: Bucco)

Die Frauen des 1. FC Köln stehen vor dem Highlight-Spiel des Jahres gegen Werder Bremen. Doch im Moment der schönsten 90 Minuten der Saison stecken die Geißböcke sportlich in einem Tief. Britta Carlson findet dafür deutliche Worte.

Die Ernüchterung war groß nach dem 2:6 bei der TSG Hoffenheim am Montag. Statt Selbstbewusstsein zu sammeln, kassierten die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln eine deftige Klatsche im Kraichgau. Es war die sechste Niederlage im achten Spiel, nur eine Partie konnte der FC seit Februar gewinnen.

Zum Glück für den FC war schon vorher der Klassenerhalt so gut wie sicher. Dank einer starken Hinrunde hatten die Geißböcke Ende Januar sogar nur drei Punkte hinter Platz drei gelegen, welcher für die Qualifikation zur Champions League reichen würde. Inzwischen beträgt der Rückstand wieder 17 (!) Punkte, weil in den folgenden acht Spielen nur noch vier Zähler auf der Habenseite dazu kamen.

Carlson mit klarer Erwartung an ihrer Spielerinnen

„Wir sind eigentlich gut gestartet in die Rückserie, haben dann aber die Spiele nicht mehr so gut gestalten können“, sagte Britta Carlson am Donnerstag. Die Cheftrainerin der Geißböcke saß zusammen mit René Wagner auf dem Podium der Pressekonferenz und sprach über das Highlight-Spiel am Samstag gegen Bremen im RheinEnergieStadion, wo erneut über 25.000 Zuschauer erwartet werden. „Wir machen viele einfache, individuelle Fehler. Da fehlen die letzten Prozente.“

Carlson hat mit dem FC zwar die Kurve bekommen, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Die Entwicklung ihrer Mannschaft in den letzten Monaten macht ihr aber Sorge. „Wir sind in der Hinrunde immer ans Limit gegangen. Das fehlt aktuell. Was manchmal auch menschlich ist, wenn man viele Jahre gegen den Abstieg spielt und jetzt frühzeitig gerettet ist. Dennoch ist das nicht unser Anspruch.“ Deutliche Worte mit der klaren Erwartungshaltung, dass sich dies sofort ändern soll.

Carlson: „Wir haben etwas gut zu machen“

Die Motivation am Samstag vor großer Kulisse dürfte freilich nicht das Problem sein. Die Frage ist wie in den letzten Monaten auch: Werden die Spielerinnen in jeder Situation mit dem Kopf bei der Sache sein, um möglichst fehlerarm durch die Partie zu kommen? Gerade die individuellen Aussetzer haben dem FC in den letzten Monaten viele Punkte gekostet.

„Wir haben Spiele unnötig aus der Hand gegeben. Das haben wir jetzt noch mal angesprochen und an jede einzelne Spielerin appelliert, dass wir wieder besser agieren müssen“, machte Carlson klar. „Wenn wir jetzt die letzten drei Spiele gewinnen sollten, das ist unser Ziel, hätten wir noch immer eine besser Rückserie als Hinserie gespielt. Aber wir haben erst einmal etwas gut zu machen vor diesem Publikum.“ Am Samstag soll es endlich wieder mit einem Sieg klappen.

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