Reist der 1. FC Köln am Freitag erneut ohne Denis Huseinbasic zu einem Bundesliga-Spiel? Nach zwei Nicht-Nominierungen droht dem 24-Jährigen ein stiller Abschied aus Köln. Im Sommer soll der Mittelfeldspieler den FC verlassen.
Zwei Chancen hat Denis Huseinbasic in diesem Jahr bekommen. Lukas Kwasniok nominierte den Mittelfeldspieler im Januar für die Startelf des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim. Doch schon nach 45 Minuten korrigierte sich der damalige FC-Trainer und wechselte den bosnischen Nationalspieler nach einer enttäuschenden und fehlerhaften Partie aus.
Als Kwasniok entlassen wurde, übernahm René Wagner das Zepter. Und nach der Länderspielpause im März folgte überraschend das Comeback Huseinbasics beim FC. Der Achter war zuvor über Wochen nur noch zu einem Kurzeinsatz gekommen. Plötzlich stand er beim Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt erneut in der Startelf. Doch erneut enttäuschte der 24-Jährige. Nach 67 Minuten war sein Arbeitstag beendet.
Stuttgart und Braga wollten Huseinbasic
Was folgte: 90 Minuten auf der Bank gegen Bremen – und dann das Kader-Aus gegen St. Pauli und gegen Leverkusen. Stattdessen setzte fortan Wagner nicht mehr auf Huseinbasic, sondern auf Eric Martel und Isak Johannesson mit Tom Krauß und Felipe Chavez als Back-up. Eine Enttäuschung für Huseinbasic, jedoch eine Entwicklung, die sich über mehr als ein Jahr angedeutet hatte.
Bereits in der 2. Liga war Huseinbasic unter Gerhard Struber hinter den Erwartungen zurückgeblieben (drei Tore, eine Vorlage). Nach seinem rasanten Aufstieg als unbekannter Regionalliga-Spieler von Kickers Offenbach zum Bundesliga-Spieler beim 1. FC Köln hatte sich sogar der VfB Stuttgart zwischenzeitlich für Huseinbasic interessiert und soll bereit gewesen sein, eine Ablösesumme in Höhe von fünf Millionen Euro zu zahlen. Doch aufgrund der Transfersperre hatte Ex-Sportchef Christian Keller von einem Verkauf abgesehen.
1. FC Köln plant Umbruch in der Mittefeld-Zentrale
Inzwischen sind sich die FC-Bosse nach GEISSBLOG-Informationen einig, dass der Mittelfeldspieler nach 108 Pflichtspielen für die Geißböcke (acht Tore, sieben Vorlagen) im Sommer verkauft werden soll. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, der FC erhofft sich noch eine Ablöse, auch wenn diese nicht in der Nähe der fünf Mio. aus Stuttgarter Zeiten liegen dürfte. Im vergangenen Sommer soll sich noch Europa-League-Club Sporting Braga mit Huseinbasic beschäftigt haben. Nun dürfte sich nach einer schwachen Saison ein deutlich schwierigerer Markt für den Spieler ergeben.
Klar ist: Der FC will im Mittelfeld-Zentrum personell umbauen. Eric Martels Zukunft ist mit seinem auslaufenden Vertrag noch ungeklärt, Tom Krauß wird im Fall des Klassenerhalts über eine Kaufpflicht gebunden. Isak Johannesson steht langfristig (bis 2030) unter Vertrag. Felipe Chavez könnte per Kaufoption verpflichtet werden, eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Dass sich René Wagner zuletzt für Chavez trotz dessen unklarer Zukunft und gegen Huseinbasic trotz gültigen Vertrags bis 2027 entschied, war auch ein deutliches Signal an den Spieler. Aus dem Quintett im Mittelfeld-Zentrum ist Huseinbasic der erste Spieler, der definitiv im Sommer gehen soll.







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