Der amtierende Deutsche Meister hat ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Im Achtelfinale lassen A-Junioren des 1. FC Köln dem Nachwuchs von Bayern München nicht den Hauch einer Chance und siegen hochverdient mit 4:0 (2:0). Trainer Stefan Ruthenbeck ist begeistert, warnt aber vor zu viel Euphorie.
Ungläubige Blicke bei den über 1.000 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion: Die FC-Talente waren gegen den Rekordmeister aus der bayerischen Landeshauptstadt das technisch, taktisch und körperlich deutlich bessere Team. Angeführt vom mehr als überzeugenden Kapitän Jonathan Friemel verdienten sich alle FC-Spieler Bestnoten und verwiesen die Gäste in die Schranken. Die Tore von Fynn Schenten (32. Minute), Jason Ponente Ramirez (44.), Arian Römers (54.) und David Fürst (60.) waren Ausdruck dieser deutlichen Überlegenheit. Und hätten die Geißböcke ihre Chancen noch effizienter genutzt, wären die Bayern mit einer noch höheren Klatsche zurück nach München gereist.
Meistertrainer Ruthenbeck trat nach Abpfiff dennoch dezent auf die Euphoriebremse – wohl auch um zu vermeiden, dass bei seinen Spielern und im Umfeld der FC-Akademie der Fokus und der Blick für die Realität verloren geht: „Man muss schon vorsichtig sein! Wir schlagen Bayern 4:0 und viele denken, das sei eine Selbstverständlichkeit. Gegen Bayern München, auch im Jugendbereich, bist du nie Favorit.“
90 Minuten Konzentration gefordert
Für die Leistung seiner Mannschaft fand der 54-Jährige aus gutem Grund nur lobende Worte: „Wir haben heute gerade in der ersten Halbzeit ein herausragendes Spiel gemacht. Wir hatten eine Dominanz im Ballbesitz – das war einfach herausragend. Der Sieg war haushoch verdient und die Leistung, die die Jungs abgerufen haben, war sensationell.“
Zuvor hatten Ruthenbeck und Co-Trainer Kücükoglu die Mannschaft von der Seitenlinie aus immer wieder angetrieben – auch, als die Partie längst entschieden war. „Es geht um Seriosität. Sie ist ein wichtiger Bestandteil im Profi-Fußball. Du musst über 90 Minuten in der Lage sein, wenig Fehler zu machen und hochkonzentriert zu sein, um das Ding durchzuziehen. Das erwarte ich von meinen Spielern“, erklärte Perfektionist Ruthenbeck seine lautstarken Aufforderungen, bis zuletzt ohne Gegentor zu bleiben.
Leverkusen raus! Viertelfinale gegen Heidenheim
Am kommenden Sonntag empfangen die Kölner im Viertelfinale den FC Heidenheim. Der Nachwuchs von der Ostalb gewann sein Achtelfinal-Heimspiel mit 3:1 in der Verlängerung gegen Bayer Leverkusen. Auf ein prestigeträchtiges Duell mit den Nachbarn von der Rheinseite werden die Geißböcke also verzichten müssen. Doch auch gegen Heidenheim wird der FC an seine überzeugende Darbietung aus dem Bayern-Spiel anknüpfen müssen, um die Mission Titelverteidigung weiterverfolgen zu können.







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