„Hätte es sich definitiv verdient“: FC äußert sich zur Entscheidung um El Mala

Thomas Kessler hat sich zur Kader-Entscheidung rund um Said El Mala geäußert. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler hat sich zur Kader-Entscheidung rund um Said El Mala geäußert. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln stellt in diesem Sommer keinen Profi für die Weltmeisterschaft ab. So viel ist seit der Kader-Entscheidung des DFB klar. Nun hat sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zur Personalie Said El Mala geäußert.

Die Enttäuschung über das WM-Aus von Said El Mala ist auch beim 1. FC Köln groß. Nachdem Bundestrainer Julian Nagelsmann den Offensivspieler am Donnerstag nicht in seinen endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko berufen hatte, äußerte sich nun auch der Verein öffentlich zu der Entscheidung.

Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler machte dabei deutlich, dass die Verantwortlichen am Geißbockheim die Nicht-Nominierung nur schwer nachvollziehen können – ohne die Entscheidung des Bundestrainers grundsätzlich infrage zu stellen. „Wir als FC-Familie und natürlich auch ich persönlich finden es sehr schade, dass Said nicht mit zur WM fährt“, erklärte Kessler.

FC „respektiert die Entscheidung des Bundestrainers“

Die Aussagen des 40-Jährigen dürften dabei vor allem Ausdruck der Entwicklung sein, die El Mala in den vergangenen Monaten genommen hat. Nach einer durchwachsenen Phase im Winter entwickelte sich der 19-Jährige im Saisonendspurt zum unumstrittenen Leistungsträger beim FC. Mit seinen Toren und Vorlagen war der Angreifer maßgeblich daran beteiligt, dass die Kölner nach dem Aufstieg die Klasse halten konnten.

Entsprechend deutlich fiel Kesslers Einschätzung aus: „Wenn man seine Entwicklung und seine Leistungen in dieser Saison betrachtet, hätte er es sich definitiv verdient.“ Dabei vermied der FC allerdings jede öffentliche Kritik an Nagelsmann und dessen Entscheidung. „Gleichzeitig respektieren wir die Entscheidung des Bundestrainers“, betonte Kessler.

Nach der WM ein „ernsthafter Kandidat“?

Vielmehr richtet sich der Blick in Köln bereits nach vorne. Dass El Mala überhaupt zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehörte, wird am Geißbockheim bereits als Auszeichnung für den eingeschlagenen Weg des Spielers betrachtet. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Said seine ersten Schritte in der Bundesliga bei uns gemacht hat – und er kann sehr stolz darauf sein, was er erreicht hat“, sagte Kessler.

Tatsächlich hatte El Mala mit seinen Leistungen in dieser Saison nicht nur beim DFB auf sich aufmerksam gemacht. Auch international steht der Angreifer inzwischen auf den Wunschzetteln zahlreicher Clubs. Sein Name wird seit Wochen immer wieder mit Vereinen aus der Premier League in Verbindung gebracht.

Am Geißbockheim glaubt man daher offenbar nicht, dass die Geschichte zwischen El Mala und der Nationalmannschaft mit der aktuellen Entscheidung beendet ist. Ganz im Gegenteil. „Wir sind überzeugt davon, dass er nach der WM ein ernsthafter Kandidat für den Kreis der Nationalmannschaft sein wird“, erklärte Kessler. Für El Mala bleibt die Nicht-Nominierung zunächst freilich trotzdem eine Enttäuschung.

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