Stand jetzt bleibt Said El Mala beim 1. FC Köln. Auch wenn das Transferfenster noch über fast drei Monate geöffnet sein wird, planen die FC-Bosse den Kader für 2026/27 jetzt mit dem 19-Jährigen. Was bedeutet das?
Der 1. FC Köln muss sich darauf einstellen, dass Said El Mala im Sommer 2026 nicht so einfach einen neuen Verein findet. Der Spieler ist zwar einem Transfer nicht abgeneigt, hat aber hohe Ansprüche, die zu erfüllen schwer werden könnte. Zudem hat auch der FC in Sachen Ablösesumme eine klare Vorstellung: 50 Millionen Euro.
Und genau dieses Geld steht nun in der Sommer-Transferphase nicht zur Verfügung. Zumindest nicht jetzt. Ein Transfer zum FC Brentford wäre die einzige Option gewesen, die sich praktisch sofort hätte realisieren lassen. Aktuell liegen keine anderen, belastbaren Angebote vor. Das bedeutet: Sportchef Thomas Kessler kann derzeit nicht mit einem El-Mala-Deal planen und damit auch nicht mit den Millionen. Die Folge: Der FC plant nach GEISSBLOG-Informationen fortan den Kader für die kommende Bundesliga-Saison MIT Said El Mala.
Auf welchen Positionen der FC jetzt sucht
Das bedeutet zweierlei: Positiv wäre, dass Kessler für diesen Fall den Youngster nicht ersetzen müsste. Denn seine Tore waren Gold wert in der vergangenen Saison. Weil Jakub Kaminski dank Ausstiegsklausel noch gehen könnte, ist El Mala fix im Angriff eingeplant mit Tendenz auf der linken Angriffsseite. Darüber hinaus sucht der FC eine Alternative zu Kaminski, vor allem aber mit Hochdruck eine neue Nummer eins als Rechtsaußen und eine Mittelstürmer-Alternativ zu Ragnar Ache.
Diese drei Positionen sind essentiell für die Geißböcke, die in der vergangenen Saison extrem wenige Tore aus dem Mittelfeld und der Abwehr heraus erzielen konnten. Daher müssen auch 2026/27 die Stürmer den Löwenanteil der Treffer übernehmen. Am wichtigsten dabei ist der gesuchte Rechtsaußen, dazu braucht es Alternativen auf der Neun und für Kaminski.
Oberste Priorität hat die Personalie Simpson-Pusey
Im Mittelfeld hat der FC mit Martel, Kainz und Chavez drei Spieler abgegeben, Huseinbasic steht vor einem Wechsel nach Portugal. Damit wäre die Aufgabe erfüllt, den Kölner Maschinenraum zu bereinigen. Nun muss nachgelegt werden: ein Sechser und ein Achter sollen kommen. Beide spielstark, einer der beiden auch kopfballstark, zudem braucht es im Zentrum mehr strategisches Denken und Führungsstärke.
In der Abwehr hat der FC ebenfalls aussortiert: Heintz und Özkacar sind genauso weg wie Lund und Kilian. Oberste Priorität hat die Personalie Simpson-Pusey. Danach müssen womöglich alle vier Positionen der Viererkette neu besetzt werden. Zwei Linksverteidiger (aktuell steht kein einziger mehr im Kader), ein Innenverteidiger mit linkem Fuß und, je nach Idee mit Castro-Montes, ein Rechtsverteidiger als Back-up für Sebulonsen. Dazu könnte noch ein weiterer Innenverteidiger kommen, sollte Simpson-Pusey nicht bleiben. Deshalb auch die anhaltenden Gerüchte um Bornauw.
Leihen statt Kaufen – und alles mit Verzögerung
Das große Aber: All das muss der FC nun ohne die Millionen aus einem El-Mala-Verkauf durchziehen. Das heißt: Der FC wird nach GEISSBLOG-Informationen erneut versuchen auf Leihgeschäfte zu setzen. Das hat in der vergangenen Saison gut geklappt und die Chance eröffnet, erfolgreiche Leihspieler fest zu verpflichten. So soll es auch diesen Sommer laufen. Das ist ein Kernpunkt der zweigleisigen Planung Kesslers, als man nicht absehen konnte, ob man für El Mala die erhofften 50 Millionen Euro bekommen würde oder nicht.
Konkret heißt das: Bleibt El Mala, wird der FC in diesem Sommer vor allem auf ablösefreie Spieler und Leihspieler setzen. Geht El Mala, wird der FC den zusätzlichen Spielraum nutzen, um auch im Kampf um millionenschwere Spieler mitzubieten. Das Gute daran: Durch die WM läuft der Transfermarkt diesen Sommer erst träge an. Viele Deals werden erst später im Sommer gemacht. Das könnte auch für den FC gelten. Nicht nur wegen El Mala.







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