Jetzt spricht der FC-Kaderplaner: „Wir fühlen uns wohl mit Said“

Tim Steidten und Thomas Kessler im Trainingslager. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Tim Steidten und Thomas Kessler im Trainingslager. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Said El Mala bestimmt seit Wochen die Schlagzeilen rund um den 1. FC Köln. Noch mehr, seit Borussia Dortmund ins Werben eingestiegen ist. Nun hat sich Kaderplaner Tim Steidten im Kölner Trainingslager zu Wort gemeldet.

Aus dem Trainingslager berichten Martin Zenge und Marc L. Merten

Als der 1. FC Köln vor knapp vier Wochen das neue Heimtrikot der Geißböcke vorstellte, fehlte Said El Mala noch als Testimonial. Nun aber beim Auswärtstrikot, dem potenziellen Verkaufsschlager, war der 19-Jährige ganz vorne mit dabei und präsentierte das rote Nadelstreifen-Jersey von adidas. Ein Zeichen, dass El Mala eben doch in Köln bleibt?

Das wäre wohl zu viel Interpretation. Doch wer den Spieler im Trainingslager beobachtet, hat nicht das Gefühl, dass der Junge den FC unbedingt verlassen will. Eher scheint die Marschroute: Kommt ein Top-Club und bietet die von Köln geforderten 50 Millionen Euro, wäre El Mala nicht abgeneigt. Bleiben die Gebote aber unter diesem Betrag, würde El Mala in der nächsten Saison anstandslos für den FC weiter Gas geben.

Steidten: „Gibt überhaupt keinen Grund zu sprechen“

Nun sprach erstmals seit René Wagner zum Trainingsauftakt wieder ein FC-Verantwortlicher zu der Personalie. Tim Steidten ist seit dem Frühjahr die neue rechte Hand von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler. Im Trainingslager stellte sich der neue Kaderplaner nun den Medien vor und wurde dabei freilich auch auf den Shootingstar der Geißböcke angesprochen.

„Es mag vielleicht komisch klingen, aber das ist bei uns gar kein so großes Thema. Wir sind absolut entspannt“, sagte Steidten. „Said ist Spieler des 1. FC Köln und er fühlt sich sehr wohl – und wir fühlen uns genauso wohl mit Said. Insofern gibt es aktuell überhaupt keinen Grund über etwas anderes zu sprechen.“

FC plant den Kader um El Mala herum

Der FC setzt auf das tadellose Verhalten des jungen Spielers, der sich im Training wie abseits des Platzes mustergültig verhält. Weil nichts darauf hindeutet, dass sich das ändern könnte, nehmen Steidten und Kessler die Diskussionen um ihren wertvollsten Spieler entsprechend gelassen hin. Viel mehr noch: Inzwischen plant der FC seinen Kader um den 19-Jährigen herum. Gerade die Offensive soll noch signifikant verstärkt werden, um El Mala bestmögliche Entfaltungschancen in der Bundesliga zu geben – um in einem Jahr dann noch stärker im Rampenlicht zu stehen als in diesem Sommer.

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