Zweistellige Millionen-Ablöse gefordert: Ist er der neue Wunsch-Sechser des FC?

Vini Souza könnte Nachfolger von Eric Martel beim 1. FC Köln werden. (Foto: IMAGO / regios24)
Vini Souza könnte Nachfolger von Eric Martel beim 1. FC Köln werden. (Foto: IMAGO / regios24)

Hat der 1. FC Köln eine neue Wunschlösung für sein Mittelfeldzentrum? Die Geißböcke sollen ein Angebot für Wolfsburgs Vini Souza abgegeben haben.

Aus dem Trainingslager in Kitzbühel berichten Marc L. Merten und Martin Zenge

Am Freitag sickerte durch, dass Ellyes Skhiris Rückkehr zum 1. FC Köln wohl geplatzt ist (der GEISSBLOG berichtete). Über Wochen galt der Tunesier als Wunschlösung für die Sechs, doch auch nach seiner Freistellung bei Eintracht Frankfurt zögerte Skhiri mit einer Zusage, hofft auf eine finanziell lukrativere Option als Köln. Die Geißböcke können nicht mehr warten – und haben offenbar eine Alternative im Blick.

Wie der brasilianische Journalist Pablo Oliveira berichtet, hat der FC ein Angebot für Vini Souza abgegeben. Der 27-Jährige ist in der vergangenen Saison mit dem VfL Wolfsburg in die 2. Bundesliga abgestiegen und soll für das Unterfangen Wiederaufstieg eigentlich unbedingt gehalten werden. Aktuell prüfe Wolfsburg die Kölner Offerte, heißt es in der Meldung.

Wolfsburg zahlte 15 Millionen Euro

Souza war erst im vergangenen Sommer aus der englischen Championship von Sheffield United zum VfL gewechselt – für satte 15 Millionen Euro. Laut der Wolfsburger Allgemeine Zeitung verlangen die Wölfe für den Sechser rund zehn Millionen Euro. Dann dürfe Souza gehen, auch wenn er grundsätzlich eingeplant sei. Transfermarkt.de schätzt den Wert des 1,87 Meter großen Abräumers auf sieben Millionen Euro.

Nach dem Verkauf von Jakub Kaminski verfügt der FC womöglich noch über das nötige Budget, nur war dieses – wie das Buhlen um Skhiri zeigt – nicht zwangsläufig für das Mittelfeldzentrum vorgesehen. Frankfurt lässt den Ex-Kölner dem Vernehmen nach für rund zwei Millionen Euro ziehen.

Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir einen passenden Kandidaten finden.

Thomas Kessler

In seiner ersten Bundesliga-Saison bestritt Souza 22 Partien von Beginn an. Zum Start und am Ende der Spielzeit war er Stammkraft, zwischenzeitlich musste er auf die Bank. Vor Wolfsburg und Sheffield spielte Souza für Espanyol Barcelona, in Belgien für Lommel SK und KV Mechelen sowie in seiner brasilianischen Heimat für Flamengo.

„Wir sind natürlich auf der Suche, um auf der Sechs etwas zu realisieren. Der Zeitpunkt war leider noch nicht da“, sagte Sportchef Thomas Kessler am Donnerstag in Kitzbühel. Er wolle die Qualität im Kader „maximal erhöhen“, gerade auf solch einer „Schlüsselposition“. Der Sportchef ergänzte: „Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir einen passenden Kandidaten finden.“ Entscheidend für Kessler: „Wir suchen einen Spieler, der der Mannschaft Stabilität gibt.“

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