„Zwei echte Traumlose“: Ruthenbecks süß-saurer Pokal-Blick

Stefan Ruthenbeck. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Stefan Ruthenbeck. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Nach dem gelungenen Liga-Auftakt will die U19 des 1. FC Köln auch im DFB-Pokal das nächste Erfolgserlebnis einfahren. Beim FC St. Pauli geht es um den Einzug in die Runde der letzten 16. In Hamburg wird Trainer Stefan Ruthenbeck jedoch auf wichtige Leistungsträger verzichten müssen.

„Erst in Bochum, dann auf St. Pauli – zwei echte Traumlose zu Beginn.“ U19-Trainer Stefan Ruthenbeck konnte sich einen gewissen Zynismus nicht verkneifen. Schon zum Auftakt in den DFB-Pokal hatte die Losfee für einen echten Prüfstein gesorgt. Beim VfL Bochum setzten sich die Geißböcke dank eines Doppelpacks von Kapitän Benjamin Ley dann dennoch verdient mit 2:1 durch.

In der zweiten Runde wartet nun der nächste starke Gegner auf die FC-Talente. Am Sonntag gilt es, beim Nachwuchs des FC St. Pauli zu bestehen. Die Geißböcke reisen schon am Samstag nach Hamburg, um sich bestmöglich vorzubereiten.

Ungeschlagene Hamburger fordern Geißböcke

„Pauli wird ein Brett. Bochum war schon ein Brett: erstes Spiel, wir mussten aus dem Trainingslager zurückkommen und dann direkt nach Bochum. Es ist zum Glück aufgegangen. Jetzt sind wir ein bisschen im Flow und müssen schauen, dass wir das halten können“, sagte ein optimistischer Ruthenbeck dem GEISSBLOG.

In der Tat gilt es, die Hamburger nicht zu unterschätzen. In der ersten Runde setzten sich Kiezkicker deutlich mit 6:0 beim Bonner SC durch, und auch in der Liga weiß man bislang zu überzeugen. In der Vorrundengruppe A stehen die Pauli-Talente ungeschlagen an der Tabellenspitze und konnten auch im Stadtderby gegen den Hamburger SV einen ungefährdeten 3:1-Sieg feiern.

Esposito verletzt, Nahmmacher vor Comeback

Die jungen Geißböcke werden indes nicht in Bestbesetzung bei den Kiezkickern antreten. Nachdem sich Luca Mijatovic im Ligaspiel gegen Fortuna Köln verletzte und weiter ausfallen wird, hat es nun auch Emanuel Esposito erwischt. Der italienische Nationalspieler, der zuletzt im offensiven Mittelfeld immer wieder sein Können aufblitzen ließ, wird dem FC ähnlich wie Mijatovic mindestens noch die nächsten drei bis vier Wochen fehlen.

Damit fehlen zwei der vier wichtigsten Offensivspieler im Kader. Immerhin: Wieder im Aufgebot steht hingegen Emil Nahmmacher. Der zuletzt verletzte Mittelstürmer, der in der letzten Saison an Viktoria Köln ausgeliehen war, könnte sein Comeback im FC-Trikot feiern. 

Wichtiger Lerneffekt in der Ausbildung

Dass es bei den Spielen der Nachwuchsteams nicht immer und ausschließlich um die kurzfristigen, sportlichen Erfolge geht, unterstreichen die Verantwortliche der FC-Akademie regelmäßig. Und so hat auch das Spiel in Hamburg am Sonntag, neben dem angestrebten Einzug in das Achtelfinale, einen weiteren Zweck.

„Wir fahren am Tag vorher mit dem Bus dahin. Das ist superwichtig. Wir müssen die Jungs ja auf den Profi-Fußball vorbereiten. Das ist für so junge Spieler nicht immer einfach – fremdes Bett in einem Hotel und am nächsten Tag dann funktionieren. Auch das musst du lernen“, sagte Ruthenbeck. Mit einem Sieg im Gepäck sollte dann auch Stimmung bei der über 400 Kilometer weiten Rückfahrt bestens sein.

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